Zu Wasser

Martin Schrüfer,

Stadt Hamburg leistet sich mehr Hapag-Lloyd

Hamburg, 15.02.12 - Der monatelange Poker um die neuen Besitzverhältnisse bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd steht vor dem Abschluss: Verschiedenen Medienberichten zufolge wird die Stadt Hamburg künftig größter Anteilseigner.Bislang hatte bei der Reederei der Reisekonzern TUI das Kommando, strategische Veränderungen im Portfolio hatten bei der TUI allerdings die Verkaufsabsichten in Sachen Hapag-Lloyd immer deutlicher werden lassen. Vor Jahren sprang deswegen ein Konsortium, das im Wesentlichen aus der Stadt Hamburg und Unternehmer Klaus-Michael Kühne besteht, ein, und kaufte TUI Anteile ab. Auch, um zu verhindern, dass ein ausländischer Investor zuschlagen und den Standort Hamburg auflösen könnte. Hapag-lloyd hat weltweit rund 7000 Mitarbeiter.

Jüngsten Entwicklungen zufolge wird die Hansestadt nun erneut richtig Geld in die Hand nehmen und für geschätzte 420 Millionen Euro (Spötter sprechen auch von einer Elbphilharmonie) den Anteil der Stadt Hamburg am Unternehmen von rund 24 auf 37 Prozent erhöhen. Klaus-Michael Kühne ist Medienberichten zufolge mit 160 Millionen Investment an Bord, die Versicherungen Signal Iduna und Hanse Merkur mit zusammen rund 20 Millionen Euro. Macht rund 600 Millionen Euro Verkaufserlös für die TUI, die einen Anteil an der Reederei behalten wird.

Wie es dann weitergeht, ist die fast spannendere Frage, denn zum einen gelten Reedereien in der aktuellen Wirtschaftslage nicht gerade als die Sahnestücke unter den Investionsmöglichkeiten, zum anderen mutet es nicht nur auf den ersten Blick suspekt an, dass die Stadt Hamburg nach der Standortsicherung vor einigen Jahren jetzt erneut den Unternehmer spielt und das Staatssäckel weit öffnet. Standortsicherung und wirtschaftliche Weiterentwicklung sind zwei paar Schuhe - allerdings ist es natürlich auch nicht ausgeschlossen, dass Hamburg für seine Anteile in absehbarer Zeit auch einen Käufer findet.

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