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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zu Wasser

Martin Schrüfer,

HHLA: Hinterland-Strategie sichert Ergebnisanstieg

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Hamburg, 21.08.2015 - Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) steigerte ihr Betriebsergebnis (EBIT) um 1,5 Prozent auf 82,6 Mio. €. Die Umsatzerlöse gingen um 1,8 Prozent auf 585,1 Mio. € zurück. Die Containertransporte der Intermodalgesellschaften legten gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 3,2 Prozent auf 654 Tsd. Standardcontainer (TEU) zu. Der Containerumschlag der Terminals in Hamburg und Odessa sank um 10,0 Prozent auf 3,4 Mio. TEU.

„Die Hamburger Hafen und Logistik AG steht weiterhin fordernden Rahmenbedingungen gegenüber. Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft verliert an Dynamik, Russland und die Ukraine verharren in einer Wirtschaftskrise. Es ist uns dennoch gelungen, das Betriebsergebnis des Konzerns leicht zu steigern. Der stärkste Wachstumstreiber der HHLA bleibt dabei das Geschäftsfeld Intermodal. Unsere Investitionen in eigene Lokomotiven, Waggons und Hinterlandterminals entfalten inzwischen ihre volle Wirkung und erhöhen unsere Wertschöpfungstiefe erheblich. Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Intermodal konnte sich mehr als verdoppeln. Im Geschäftsfeld Container hingegen sehen wir im Berichtszeitraum eine rückläufige Entwicklung. Dank unserer vertikalen Aufstellung entlang der Transportkette, unseres Geschäftsmodells der intelligenten Verknüpfung von Containerumschlag und -transport sowie unserer stabilen Finanzsituation behaupten wir uns unter den derzeitigen Rahmenbedingungen weiterhin erfolgreich. Wir nehmen aber auch zur Kenntnis, dass die Dynamik unseres Wachstums unter diesen Konditionen nicht mehr das Niveau der Jahre bis 2008 erreichen kann. Deshalb arbeiten wir weiter an der Optimierung unserer Anlagen, Prozesse und Strukturen, um künftig noch schneller und flexibler auf sich verändernde Marktanforderungen reagieren zu können“,
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sagt der HHLA-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters (Foto).

Wachstumstreiber bleibt Geschäftsfeld Intermodal

Die erfreuliche Mengenentwicklung bei den Containertransporten wurde getragen von den beiden HHLA-Bahngesellschaften Metrans und Polzug. Mit einem Plus von 6,3 Prozent entwickelten sich die Umsatzerlöse stärker als die Menge und stiegen auf 180,8 Mio. €. Dieses Wachstum ist im Wesentlichen begründet durch Preisanpassungen bei einzelnen Produkten und durch die Zunahme der durchschnittlichen Transportdistanz. Das Betriebsergebnis des Segments verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,8 Mio. €. Eine höhere Wertschöpfungstiefe, ein verbesserter Mix von Import- und Exportmengen und die damit verbundene höhere Auslastung der Züge führten zu diesem starken Ergebnisanstieg.

Russlandkrise bremst Geschäftsfeld Container Der Umschlagrückgang an den Hamburger Containerterminals ist weiterhin vor allem auf die rückläufigen Zubringerverkehre (Feeder) mit den Ostseehäfen zurückzuführen. Neben der Umdisposition einzelner Reeder ist dafür insbesondere der Rückgang der Russlandverkehre verantwortlich, die im Vorjahresvergleich um fast 40 Prozent einbrachen. Da jede verlorene Feederbox in der Regel auch den Verlust einer Überseebox bedeutet, sank auch der Containerumschlag am Überseeschiff spürbar. Lediglich die Umschlagmengen der Hamburger Terminals auf den Verkehrsträger Bahn legten noch einmal leicht zu. In der Ukraine konnte der HHLA Container Terminal Odessa den Marktrückgang mit Marktanteilsgewinnen dämpfen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Container gaben um 6,0 Prozent nach und summierten sich auf 351,9 Mio. €. Neben dem Mengenrückgang führten auch leicht gestiegene Personalkosten und höhere Instandhaltungskosten zu einem um 27,3 Prozent geringeren Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 57,5 Mio. €.

Teilkonzern Hafenlogistik: Ergebnis je A-Aktie legt um mehr als 50 Prozent zu Erfreulich ist das für Aktionäre relevante Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter für den Teilkonzern Hafenlogistik. Aufgrund der positiven Entwicklung der Gesellschaften mit überwiegendem HHLA-Anteil konnte es um starke 51,5 Prozent von 21,9 Mio. € (im ersten Halbjahr 2014) auf 33,2 Mio. € gesteigert werden. Verglichen mit dem Vorjahreshalbjahr erhöhte sich damit das Ergebnis je A-Aktie von 0,31 auf 0,47 €.

EBIT-Prognose bestätigt

Der Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik AG bleibt unverändert bei seiner Prognose, dass für das Jahr 2015 auf Konzernebene ein Betriebsergebnis (EBIT) auf Vorjahresniveau erwartet wird. Aufgrund der Halbjahresentwicklung wird allerdings nun im Segment Container für das Gesamtjahr mit einer moderat rückläufigen Mengenentwicklung und einem EBIT zwischen 125 und 135 Mio. €  gerechnet. Im Segment Intermodal hingegen wird statt eines deutlichen jetzt ein starker Ergebnisanstieg prognostiziert. Auf Konzernebene geht der Vorstand von einem leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr aus. red

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