Nachhaltigkeit

HHLA bis 2040 klimaneutrales Unternehmen

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verstärkt ihre Anstrengungen für mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung: Bis 2040 soll der gesamte Konzern klimaneutral sein. Die bisher bereits erfolgreich umgesetzte Nachhaltigkeitsstrategie wird künftig unter der Marke "Balanced Logistics" umgesetzt. Damit unterstreicht die HHLA ihren Anspruch, sowohl wirtschaftlich erfolgreich zu sein als auch soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen.

© HHLA / Thies Rätzke

Um noch deutlicher zu machen, wofür die HHLA bei diesem gesellschaftlich wichtigen Thema steht, wird die Nachhaltigkeitsstrategie künftig unter dem Leitmotiv "Balanced Logistics" umgesetzt und mit einem entsprechenden Logo sichtbar gemacht. "‚Balanced Logistics‘ bedeutet für uns, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg, guten Arbeitsbedingungen, gesellschaft-licher Verantwortung und dem Umwelt- und Klimaschutz zu finden", erklärte Titzrath auf einer Pressekonferenz in Hamburg. "Denn nur als erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Unternehmen haben wir die Mittel und Möglichkeiten, nachhaltig in unsere Mitarbeiter zu investieren und unserer Verpflichtung für Gesellschaft und Umwelt nachzukommen", so Titzrath.

CTA: erste klimaneutrale Umschlaganlage
Ein Handlungsfeld ist der Container Terminal Altenwerder (CTA), der 2019 als weltweit erste klimaneutrale Umschlaganlage für Container vom TÜV Nord zertifiziert wurde. Die Hamburger Kaianlage ist laut Unternehmensangaben einer der technologisch modernsten und effizientesten Containerterminals der Welt, der seit der Inbetriebnahme 2002 stetig weiterentwickelt wurde. Der Betrieb des CTA erfolgt inzwischen überwiegend elektrifiziert mit Ökostrom. Terminalprozesse, die heute noch Kohlenstoffdioxid-Emissionen verursachen, werden sukzessive auf elektrifizierten Betrieb umgestellt bzw. die Umstellung wird erprobt.

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Über sogenannte Emissionsreduktions-Zertifikate kompensiert die HHLA die derzeit noch emittierten Kohlenstoffdioxid-Emissionen und unterstützt dabei klimafreundliche Projekte, die nach dem höchsten Gold-Standard gemäß Voluntary Emission Reduction (VER) zertifiziert sind: Windkraftanlagen in Indien, reibungsarme Antifouling-Farben für Schiffsrümpfe und die Aufforstung von Regenwald in Panama. Im nächsten Jahr wird der Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck des CTA durch den TÜV Nord erneut überprüft. Es ist davon auszugehen, dass der Kompensationsbedarf dann abnimmt, da die Elektrifizie-rung des Terminals weiter voranschreitet.

Kohlenstoffdioxid-neutrale Transportketten vom Hafen ins Hinterland
Neben der weiteren Optimierung der eigenen Anlagen birgt die Vernetzung mit anderen Akteuren der Logistik weiteres Potenzial. Mit HHLA Pure hat das Unternehmen ein Produkt entwickelt, das klimaneutrale Transportketten vom Hafen bis ins europäische Hinterland sicherstellen kann, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Senkung transportbedingter CO2-Emissionen. Dabei verbindet die HHLA die Stärke Hamburgs als größter europäischer Eisenbahnhafen und die umweltfreundlichen Schienentransporte der Intermodalgesellschaft Metrans. Die HHLA-Tochter setzt hierbei auf energieeffiziente E-Loks und Leichttragwaggons, mit denen bei gleicher Zuglänge eine größere Anzahl an Contai-nern transportiert werden kann.

Als Pilotkunden konnten die Spedition Jakob Weets und der Transportlogistiker cargo-partner ge-wonnen werden, für die Metrans Containertransporte vom Hamburger Hafen nach Mittel- und Osteuropa durchführt. Hinterlässt der Umschlag und Bahntransport eines 20-Fuß-Containers vom CTA ins knapp 700 km entfernte Prag beispielsweise einen CO2-Fußabdruck von ca. 80 kg je Standardcontainer (TEU), dann kann dieser zertifizierte Wert mit HHLA Pure kompensiert werden. Das Angebot bietet den Kunden die Möglichkeit, Containertransporte klimafreundlich zu gestalten und gleichzeitig die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Nach der erfolgreichen Testphase wird HHLA Pure 2020 im Markt eingeführt.

"Jede Prozessoptimierung und jede technische Neuentwicklung hinterfragen wir nicht nur hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und ihres Nutzens für unsere Kunden, sondern auch hinsicht-lich ihrer Nachhaltigkeit", sagte Titzrath. "Als ‚Tor zur Zukunft‘ versteht die HHLA Innovationen und technische Exzellenz dabei als zentralen Schlüssel, unserer Verantwortung nachzukommen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln."

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