Zu Wasser

Martin Schrüfer,

Hapag-Lloyd rutscht ins Minus

DEU Schifffahrt Containerschiff

Hamburg, 11.08.2016 - Das erste Halbjahr verlief für die Reederei Hapag-Lloyd enttäuschend: Gesunkene Frachtraten haben das Unternehmen abermals in die Verlustzone gedrängt.

Während das Transportvolumen in den ersten sechs Monaten mit 3,7 Mio. TEU stabil blieb (-0,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum), sank die durchschnittliche Frachtrate um 254 US Dollar auf 1.042 US Dollar/TEU. Dies entspricht einem Rückgang um fast 20 Prozent. Der Umsatz erreichte im ersten Halbjahr EUR 3,8 Mrd. (Vorjahreswert: EUR 4,7 Mrd.). Die Transportaufwendungen konnten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 deutlich um rund EUR 600 Mio. oder fast 16 Prozent gesenkt werden. Ursächlich hierfür waren neben einem niedrigeren Bunkerpreis und -verbrauch als im Vorjahr, insbesondere die Realisierung von Synergien aus dem Zusammenschluss mit dem CSAV-Containergeschäft sowie die Erfolge aus den laufenden Kosteneinsparungs- und Effizienzprogrammen. Allerdings waren die Bunkerpreise im zweiten Quartal 2016 wieder angestiegen, während die Frachtraten auf niedrigem Niveau verharrten. Dies führte zu einer zusätzlichen Belastung des Ergebnisses.

Das EBITDA betrug im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres EUR 196,7 Mio. (Vorjahr: EUR 493,3 Mio.) und das operative Ergebnis (EBIT) EUR -39,7 Mio. (Vorjahr: EUR 267,7 Mio.). Das Konzernergebnis lag bei EUR -142,1 Mio. (Vorjahr: EUR 157,2 Mio.).

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„Das Halbjahresergebnis ist enttäuschend. Zwar laufen unsere Kostensenkungsprogramme weiterhin erfolgreich und die Synergien aus dem Zusammenschluss mit CSAV werden planmäßig geliefert. Dies reicht jedoch nicht aus, um den deutlichen Rückgang der durchschnittlichen Frachtrate vollständig zu kompensieren. Auch wenn die Frachtraten zuletzt in der Hochsaison in verschiedenen Fahrtgebieten wieder angestiegen sind, kommt diese Erholung später als wir es erwartet haben“, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG.

„Im zweiten Halbjahr wird unser Hauptaugenmerk darauf liegen, unsere Kostenbasis weiter zu optimieren und alles dafür zu tun, damit die Frachtraten wieder ein auskömmliches Niveau erreichen. Auf Grund des schwierigen Marktumfelds ist es umso wichtiger, die Transaktion mit UASC schnellstmöglich umzusetzen. Deshalb werden wir sofort nach Freigabe des Zusammenschlusses durch die Wettbewerbsbehörden mit der Integration der UASC beginnen. Der Zusammenschluss wird uns jährliche Nettosynergien in Höhe von mindestens 400 Mio. USD Dollar bringen, die zum Teil bereits im nächsten Jahr greifen sollten“, so Habben Jansen weiter.

red
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