Zu Wasser

Martin Schrüfer,

Hapag-Lloyd kommt nicht aus dem Minus

Hamburg, 01.04.2014 - Trotz aller Wortklingelei ist das Geschäftsergebnis der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd für das Jahr 2013 durchwachsen: Operatives Ergebnis und Volumen wurden zwar gesteigert, unterm Strich bleibt aber immer noch ein Nettoergebnis von minus 97,4 Millionen Euro. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um 54,6 Mio. Euro auf 389,1 Mio. Euro gesteigert werden. Eine deutliche Verbesserung gab es auch beim operativen Ergebnis, das um 41 Mio. Euro auf 67,2 Mio. Euro kletterte. Das Transportvolumen 2013 stieg in allen Fahrtgebieten und insgesamt um 4,6 Prozent auf rund 5,5 Mio. TEU. „Beides, Ergebnisverbesserung und das höhere Transportvolumen, sind deutliche Belege für die Stärke Hapag-Lloyds im globalen Wettbewerb“, sagte Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. Enttäuschend entwickelte sich jedoch erneut die durchschnittliche Frachtrate, die mit 1.482 USD/TEU um 99 USD/TEU unter dem Vorjahresniveau blieb. Der Umsatz sank auf 6,57 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,84 Mrd. Euro). Das Nettoergebnis betrug -97,4 Mio. Euro nach -128,3 Mio. Euro im Vorjahr.

„Obwohl Hapag-Lloyd dank des positiven operativen Ergebnisses im Branchenvergleich erneut gut abschneidet, ist das Ergebnis weit hinter unseren Erwartungen für 2013 zurück geblieben und unter dem Strich enttäuschend“, sagte Michael Behrendt. „Als einer von vielen Marktteilnehmern können wir uns jedoch der allgemeinen Ratenentwicklung, die im vergangenen Jahr erneut von Irrationalität geprägt war, nicht entziehen.“ So waren trotz teils guter Auslastung der Schiffe ab dem zweiten Quartal Ratenerhöhungen am Markt nicht mehr nachhaltig durchsetzbar, und die wichtige Peak Season im dritten Quartal fiel wie im Vorjahr erneut aus.

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Positiv beeinflusst wurde die Ergebnissituation durch zusätzliche Kostensenkungsmaßnahmen, die Hapag-Lloyd als unmittelbare Reaktion auf die Ratenentwicklung in 2013 durchgeführt hat, sowie durch einen leicht gesunkenen Bunkerverbrauchspreis von 613 USD/t im Jahresdurchschnitt. Insgesamt konnten die Transportaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr durch Einsparungen und Energiepreiseffekte um 409 Mio. Euro reduziert werden. Mit einem Preisniveau von rund 600 USD/t kostet Bunker derzeit jedoch immer noch gut dreimal so viel wie Anfang 2009. red

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