Zu Wasser

Martin Schrüfer,

Ex-Beluga Chef Niels Stolberg unter starkem Beschuss

Bremen, 13.07. -Nach längerem Schweigen hat sich die Staatsanwaltschaft in der Causa Niels Stolberg zu Wort gemeldet: Mittlerweile wird gegen 14 Personen ermittelt, denen neben dem Ex-Beluga-Chef vorgeworfen wird, betrogen und die Bilanzen manipuliert zu haben.Wie Frank Passade, Staatsanwalt in der Bremer Staatsanwaltschaft, mitteilt, habe sich der Tatverdacht weiter bestätigt. Es stehe fest, dass in den 2009er Abschluss der einstigen Vorzeigereederei fingierte Umsatzerlöse in Höhe von 35,8 Millionen Euro und in die Quartalsabschlüsse 1 bis 3 des Jahrs 2010 nochmal gefakter Umsatz in Höhe von 28,5 Millionen Euro eingeflossen seien. Zudem sei "nach derzeitiger Erkenntnislage" davon auszugehen, dass gegenüber dem Investor Oaktree Auftragsbestände "unzutreffend" dargestellt worden seien. Die Größenordnung sei noch unklar. Genauso übrigens wie die Antwort auf die Frage, ob durch die Manipulationen Schaden entstanden ist - denn dies ist nach Auffassung von LT-manager letztlich der entscheidende Punkt.

Eine Ohrfeige für die Buchhaltung also, dass die Maßeinheit Terabyte nichts mit unserer Erde zu tun hat, sei nur am Rande bemerkt. Schlußendlich äußert sich die Staatsanwaltschaft auch zu den Vorwürfen gegen Niels Stolberg, für die Beluga School For Life gedachte Spendengelder veruntreut zu haben - allerdings nur mit der Aussage, dass die Bewertung der vorliegenden Unterlagen noch nicht abgeschlossen sei.

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Des weiteren haben die Ermittler mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen:

"In welcher Größenordnung dem Finanzinvestor Oaktree und sonstigen Kapitalgebern hierdurch ein Schaden entstanden ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Diese werden jedoch nicht nur durch die ungeheure Menge des sichergestellten und auszuwertenden Datenmaterials (8 Terrabyte), sondern auch durch den Umstand erschwert, dass innerhalb der Beluga Gruppe kein organisiertes und strukturiertes Ablagesystem für Unterlagen in papier- bzw. digitaler Form existierte".
Eine Ohrfeige für die Buchhaltung also und ein Appell zur wohldurchdachten Ablage. Dass die Maßeinheit Terabyte nichts mit unserer Erde zu tun hat (s.o.), sei nur am Rande bemerkt. Schlußendlich äußert sich die Staatsanwaltschaft auch zu den Vorwürfen gegen Niels Stolberg, für die Beluga School For Life gedachte Spendengelder veruntreut zu haben - allerdings nur mit der Aussage, dass die Bewertung der vorliegenden Unterlagen noch nicht abgeschlossen sei. Fortsetzung ist also garantiert, an der aktuellen Mitteilung frappieren weniger die Zahlen zum mutmaßlich manipulierten Umsatz denn die Zahl der Beschuldigten: 14 Personen ist ein Wort, bislang ist man lediglich von Ermittlungen gegen Niels Stolberg und einem inneren Kreis ausgegangen. ms

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