Infrastruktur-Investition

Marvin Meyke,

Bayernhafen stärkt seine Standorte

Bayernhafen möchte seine Infrastruktur noch effizienter gestalten und so Handels- und Logistikunternehmen dazu bewegen, verstärkt Binnenschiff und Bahn zu nutzen. So stieß bayernhafen – nach Investitionen von 30 Millionen Euro im Jahr 2017 – im Jahr 2018 noch einmal Investitionen in Höhe von 26 Millionen Euro an.

© bayernhafen

Schwierige Bedingungen durch niedrigen Wasserstand
2018 fiel der Wasserstand an Donau und Rhein auf Tiefstwerte, entsprechend fiel der Schiffsgüterumschlag an den sechs bayernhafen Standorten übers Jahr 2018 um 21,2% auf 2,518 Millionen Tonnen. Kompensiert wurde dies zum größten Teil durch einen Zuwachs beim Bahnumschlag. "Extremsituationen wie Niedrigwasser tangieren uns selbstverständlich, werfen uns aber nicht um", sagt bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann, "Gleiches gilt, wenn ein Gütersegment mal schwächelt. Denn unser Geschäftsmodell ist robust – multimodal in der Verknüpfung der Verkehrsträger, vielfältig in der Kundenstruktur wie in der Güterstruktur. Dieses robuste Geschäftsmodell bewährt sich auch und gerade in Jahren mit schwierigen Rahmenbedingungen."

26 Millionen Euro für Schiene und Wasser
Die Investitionen von bayernhafen dienten 2018 der Vorbereitung von Ansiedlungsflächen und der Verbesserung der Infrastruktur von Wasser und Schiene. So wurde im bayernhafen Bamberg ein Schräg- in ein Senkrecht-Ufer umgewandelt und dadurch der Umschlag aufs Binnenschiff optimiert. Zudem wurde der Kranpark modernisiert. Im bayernhafen Passau wurden die Verladegleise am Kai von knapp 600 auf 880 Meter erweitert, die Zwischenlagerkapazitäten in Silos verfünffacht und ein neuer Hafenmobilkran installiert dieser  ist für den Umschlag von Schwergut bis zu 120 Tonnen gerüstet.

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Auch im Ausbau: die Dateninfrastruktur - so erreichen die Glasfasernetze an den bayernhafen Standorten Regensburg und Nürnberg jetzt eine Datenübertragung mit bis zu 1 Gbit/sec. "Mit unseren Investitionen machen wir unsere Infrastruktur noch effizienter", sagt Joachim Zimmermann, "Effizienz bedeutet für unsere Kunden Verlässlichkeit, Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit – entscheidende Faktoren für die Nutzung der beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn."

Integratives Moment: Zwischen Binnenschiff, Bahn und Lkw
Die Investitionen in die Infrastruktur der Bayernhafen-Standorte lockte zog 2018 weitere Unternehmen an. So eröffnete unter anderem die Fa. RAIL.ONE im bayernhafen Aschaffenburg im April letzten jahres ihr Werk zur Produktion von Betonschwellen für den schienengebundenen Fern- und Nahverkehr. Im bayernhafen Regensburg war im Januar 2019 Spatenstich für den Bau einer 16.000 m² großen Logistikanlage des Immobilienkonzerns Goodman, bestimmt für den Logistikdienstleister Kühne + Nagel.

"Wir sind Verknüpfungs-Experten zwischen den Verkehrsträgern Binnenschiff, Bahn und Lkw", sagt Joachim Zimmermann, "übergeordnetes Ziel ist die faire Arbeitsteilung der Verkehrsträger – denn nur wenn die Verkehrsträger nach ihren Stärken eingesetzt werden, kann die Verkehrsverlagerung gelingen. Gleichzeitig verstehen wir uns als integratives Moment zwischen Industrie-, Fachhandels- und Dienstleistungs-Unternehmen an unseren Standorten und in den sie umgebenden Wirtschaftsregionen."
 

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