Zu Lande

Martin Schrüfer,

Weiter Wirbel um das Lekker-Mobil

Zu Lande: Weiter Wirbel um das Lekker-Mobil

Berlin, 20.01. - Das Thema Elektromobilität treibt mitunter seltsame Blüten: Erst geriet das sogenannte Lekker-Mobil in die Schlagzeilen, jetzt klinkt sich auch das Wirtschaftsministerium ein.Das Lekker-Mobil, ein umgebauter und mit Hochleistungsakkus umgebauter Audi A2, legte unlängst dem Vernehmen nach Non-Stop, betrieben allein von vorher gespeicherter elektrischer Energie, die Strecke von München nach Berlin zurück. Was man, so es denn tatsächlich so war, als Meilenstein in der Automobilentwicklung nennen könnte, denn bislang ist die relativ bescheidene Reichweite der Elektroautos eines der wesentlichen Hemmnisse auf dem Weg zur Marktreife. Gerade der ADAC hatte aber, so wie andere Medien auch, angezweifelt, ob die Rekordfahrt tatsächlich eine solche war ("Das Wunder von Berlin" - sehr lesenswert!). Das Projekt Lekker-Mobil ist vom Wirtschaftsministerium dennoch bereits mit einem sechsstelligen Betrag gefördert worden.

Jetzt meldet "Spiegel Online", dass das Ministerium eine Untersuchung des Akkus durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) angeordnet habe. So solle die Sicherheit der Akkutechnik der Berliner Firma DBM Energy nachgewiesen werden. Letztlich eine interessante Wendung, denn schließlich ist das Fördergeld ja bereits geflossen ...

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Wie der ADAC berichtete, war das Auto vor der Rekordfahrt am 26. Oktober nicht durch den TÜV abgenommen worden. Zudem brannte es am 17. Dezember (mit ausgebautem Akku) aus noch ungeklärten Umständen ab. Klingt nach noch vielen weiteren spannenden Kapiteln dieser Randgeschichte im weiten Feld der Elektromobilität. ms

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