Industriestudie

Marvin Meyke,

Vor welchen Herausforderungen stehen Spediteure und Logistiker?

Europäische Händler und Spediteure stehen laut einer Industriestudie von Coyote Logistics, ein internationaler Drittanbieter von Logistikdienstleistungen, vor ähnlichen Problemen.

© UPS

So ist der europäische Markt für Straßengüterverkehr ist stark fragmentiert. Das belastet Händler und Spediteure gleichermaßen – 50 Prozent der Versender arbeiten mit mehr als 30 Spediteuren gleichzeitig. Unter dem Titel "The Evolution of Technology + Humanity: Building a Supply Chain for Long-Term Success", zeigt die Studie Ergebnisse und Daten von zwei Händler- und Lieferanten-Umfragen sowie der eigenen Kundenforschung von Coyote Logistics. In der Studie, die in Zusammenarbeit mit den Forschungsunternehmen MakerStreet (mit Sitz in Amsterdam) und Martec (Niederlassung in Frankfurt) entwickelt wurde, untersuchte Coyote Logistics die Herausforderungen von Entscheidungsträgern in allen europäischen Märkten, um die ideale Balance zwischen Technologie und menschlicher Expertise zu finden.

Technologie 60%, menschliches Fachwissen 40%
Die Studie hat ergeben, dass Händler und Spediteure größtenteils vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Steigende Kosten, zunehmende Komplexität, Kapazitätsengpässe, die Notwendigkeit von Flexibilität und Agilität sowie eine erhöhte Transparenz in der gesamten Lieferkette gehörten zu den wichtigsten Faktoren, die identifiziert wurden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Händler und Spediteure glauben, dass das ideale Gleichgewicht zwischen Technologie und menschlichem Fachwissen in der Branche in dem Verhältnis 60 zu 40 gewichtet wird. Dies bestätigt die langjährige Position von Coyote Logistics, dass Mensch und Maschine eng zusammenarbeiten müssen, um in einer sich weiterentwickelnden Welt erfolgreich zu sein.

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Kreativität und Strategisches Denken unersetzlich
Um besser zu verstehen, wie Händler und Spediteure die Effizienz ihrer Lieferketten steigern können, analysiert Technology + Humanity, welche 13 Aufgaben menschliches Fachwissen benötigen, welche Funktionen technologisch optimiert werden können und für welche eine Kombination aus beidem nötig ist. Die Studie hat ergeben, dass menschliche Kompetenz bei kreativen, entscheidungsrelevanten und strategischen Aufgaben – etwa der Kommunikation mit Kunden und der Lösung von Versand- und Lieferproblemen – unersetzlich ist.

"Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn Technologie und Mensch zusammenarbeiten. Wir konzentrieren uns darauf, mit den sich ändernden Anforderungen von Markt und Verbraucher Schritt zu halten. Dafür müssen wir Technik und Mensch zusammendenken", sagte Christina Bottis, Chief Marketing Officer, Coyote Logistics. "Technologie bietet Transparenz und Daten, die für den Aufbau der Supply-Chain-Strategie wichtig sind. Menschliches Fachwissen ist der Schlüssel zur Erschließung der Daten, die Maschinen liefern, um daraus umsetzungsfähige Lieferketten-Maßnahmen abzuleiten und strategische Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen."

Um die Balance aus Technologie und menschlicher Unterstützung zu erreichen, sollten Händler und Spediteure daher laut Studie zunächst ihre bestehenden Lieferketten bewerten und herausfinden, welche Aufgaben die Technologie bewältigen kann und welche am besten der menschlichen Expertise überlassen werden.

 

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