Transport-Management-System

Der digitale Turbolader

Arbeitsschritte zu vereinfachen und effizienter zu machen ist für die Transport- und Logistikbranche so relevant wie nie. Der Datenfluss muss an der richtigen Stelle beschleunigt werden. Die Lösung dafür sind Schnittstellen, wie das Beispiel der Buhr Gruppe zeigt.

© Daimler

Seit 1989 agiert die Buhr Gruppe als stetig wachsender Familienbetrieb mit heute 130 Mitarbeitern, 65 Sattelzugmaschinen und Spezialausrüstungen von Bergen in Niedersachsen aus in alle Welt. „Unser Unternehmen war ursprünglich für landwirtschaftliche Entsorgungstransporte zuständig. Im Laufe der Zeit haben wir uns auf den Transport von Papier, Holz, Getränken, Baustoffen und Öl spezialisiert“, sagt Geschäftsführer Walter-Christoph Buhr.

Die Aufgabenstellung

Logistik von heute erfordert schnelle Entscheidungen, ohne Zeitverzögerung, um optimale Transportabwicklungen zu gewährleisten. Darum hatte es sich die Buhr Gruppe zur Aufgabe gemacht, einen schnellen und unkomplizierten Kontakt zu ihren Transportpartnern herzustellen. „Die Eingabe und Pflege der Transportangebote in die Datenbank war viel zu aufwändig. Die Angebote mussten schlichtweg doppelt erfasst werden. Einmal im hauseigenen Transport Management System (TMS) „Gehr Dispo SP“ und dann auch noch bei Timocom. Das war nervend und zeitraubend“, so Walter-Christoph Buhr. Dieser Prozess musste also optimiert und beschleunigt werden. Man entschied sich daher für die Schnittstelle TC Connect von Timocom, dem Anbieter des ersten Smart Logistics System für Europa. Mit der Einrichtung wurde die Gehr Datentechnik als Entwickler des hauseigenen Transport-Management-Systems (TMS) betraut. Es galt, mit TC Connect Zeit und Kosten zu sparen. Auch ging es darum, Rückladungen zu optimieren, um Leerfahren zu vermeiden. Diese sind schließlich ihrerseits ein hoher Kostenfaktor. Die größte Herausforderung seitens der Entwickler war es, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Funktion und Anwendung zu schaffen. Das heißt: Komplexität ja, aber nur soweit sie auch gut bedienbar ist. Die umfangreichsten Systeme sind nutzlos, wenn sie niemand effizient einsetzen kann. Auch sollte die Schnittstelle möglichst einfach und automatisiert eingerichtet werden. Daher wurde ein Einrichtungsassistent entwickelt, der Anweisungen zur Installation per Mail an den Timocom Ansprechpartner verschickt hat.

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Die Lösungen

Welche Vorteile gibt es jetzt konkret bei den Disponenten? Was hat sich verändert? „Die Mitarbeiter der Ladungsvergabe brauchen heute nur noch einen Haken setzen. Die Daten werden dann reibungslos in die Datenbank der Timocom übertragen. Keine doppelte Eingabe mehr, kein Zeitverlust“, beschreibt Walter-Christoph Buhr die Funktionalität der neuen Schnittstelle. Abgeschlossene Aktionen werden zudem entfernt, damit sie nicht mehr aufhalten. Sind beispielsweise die passenden Transportpartner gefunden, wird das Ladungsangebot automatisch gelöscht. Das spart zusätzlich Zeit und schafft Freiraum, sich auf andere Dinge im Prozessablauf zu konzentrieren. Ein weiterer Vorteil: Andere Kunden-anforderungen werden durch diese Zeitersparnis schlichtweg besser abgearbeitet. Die Timocom Schnittstelle TC Connect ermöglicht jetzt eine automatisierte Übertragung der erfassten Aufträge (zum Beispiel als Sammelübertragung). „Dank der reibungslosen Zusammenarbeit mit unserem Softwarehersteller Gehr Datentechnik und Timocom war die Einrichtung und Umsetzung der Schnittstelle kinderleicht“, freut sich Walter-Christoph Buhr.

TC Connect verschafft eine spürbare Zeitersparnis im Arbeitsablauf. „Auf eine Woche gerechnet kommen da ungefähr vier Stunden Zeitersparnis zusammen“, schildert Walter-Christoph Buhr. Wer ebenfalls vom digitalisierten Prozess profitiert, ist die Gehr Datentechnik als TMS-System-Anbieter. Sie hat einen Wettbewerbsvorteil gegenüber TMS-Systemen ohne direkte Timocom-­Anbindung. Selbst bei der Optimierung von Rückladungen leistet TC Connect gute Dienste. Es konnte erfolgreich ein fester Stamm von Transportpartnern aufgebaut werden, woraus wiederum zahlreiche neue Kunden gewonnen wurden. Ein Effekt, der maßgeblich den Umsatz gesteigert hat. Am Beispiel der Buhr Gruppe wird deutlich, welche Vorteile die Anbindung an Schnittstellen (auch application programming interface oder kurz API genannt) der Timocom bieten: „Arbeitseffizienz und Geschwindigkeit werden im täglichen Workflow gesteigert. Und das ist eines der relevantesten Themen innerhalb des Digitalisierungsprozesses der Transport- und Logistikbranche“, resümiert Lars Küpper, Solutions Manager bei Timocom.

Was bei der Buhr Gruppe schon funktioniert und für schnellere Prozesse und Zeitersparnis sorgt, können sich auch weitere Unternehmen gut für die Optimierung ihrer Abläufe vorstellen. „Das Bewusstsein der Branche für digitale Lösungen steigt, weshalb es zu diesem Thema stetig mehr Kunden-Anfragen an Timocom gibt“, fügt Küpper hinzu. Digitalisierung ist nicht einfach irgendein abstraktes Wort aus Wissenschaft und Medien. Sie hält Einzug in Unternehmen und hilft bereits heute, das Arbeitsleben einfacher zu gestalten. 

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