Hapag-Lloyd-Chef im Interview

Martin Schrüfer,

„Unsere Industrie wird insgesamt umweltfreundlicher“

Mit Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der größten deutschen Reederei Hapag-Lloyd, ein Interview zu führen, bietet sich immer an. In den vergangenen fünf Jahren hat der Manager das Traditionsunternehmen pragmatisch und präzise in ruhigere Gewässer gelenkt. Jetzt soll es nachhaltiger werden und die Rendite steigen.

Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd © Hapag-Lloyd

LT-manager: Gestern (Anmerkung der Redaktion: das Gespräch fand am 24. Juli statt) war Spatenstich für die Elbvertiefung –Mit welchem Gefühl haben Sie die Zeremonie verfolgt?
Rolf Habben Jansen: Wir sind froh, dass das Thema nun endlich durch ist und ich habe ja bereits bei unserem letzten Interview darauf hingewiesen, wie wichtig die Elbvertiefung für Hamburg ist. Sie ist und war notwendig für die Stadt. Nun bleibt noch die Köhlbrandbrücke, hier würde ich mir wünschen, dass das Thema etwas zügiger an­gegangen wird. Die Brücke ist zu niedrig für unsere Großschiffe – und wir können unser Terminal, das hinter der Brücke liegt, nicht erreichen. Da sie ohnehin baufällig ist, hoffen wir auf eine baldige Entscheidung zur künf­tigen Querung des Köhlbrands.

LTM: Hapag-Lloyd trägt einen Großteil des Umschlags hier in Hamburg bei. Dient die Elbvertiefung der Erhaltung des Status Quo oder wird sie das Volumen vergrößern?
Habben Jansen: Der Anteil wird nicht steigen. Wir haben Anfang des Jahres mehr Volumen nach Hamburg gebracht durch die Verlegung der Atlantik-Dienste von Bremerhaven nach Hamburg. Mehr ist im Moment nicht drin. Auf Dauer hilft die Elb­vertiefung sicherlich, Ladung für Hamburg zu sichern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Einen deutlichen Vorsprung vor den europäischen Spitzenreitern Rotterdam und Antwerpen verschafft uns die Elbvertiefung allerdings nicht. Man kann aufholen, aber nicht überholen. Die Wahrscheinlichkeit, dass deutlich mehr Ladung nach Hamburg kommt, wird dadurch nicht unbedingt größer.

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LTM: Reicht diese Fahrrinnenanpassung, das Wort Elbvertiefung ist in Hamburg ja verpönt, für sehr lange? Oder ist die Frage erlaubt, für wie lange?
Habben Jansen: Vorläufig reicht es. Irgendwann sind die Schiffsgrößen auch beim Limit dessen, was Sinn macht. Aus meiner Sicht macht es re­lativ wenig Sinn, Schiffe zu bauen, die größer als 23.000 TEU sind. Insofern sollte die Elbvertiefung für sehr lange reichen. Ich erwarte nicht, dass wir in den kommenden fünf Jahren über die nächste Elbvertiefung reden.

LTM: Wie geht es Hapag-Lloyd heute?
Habben Jansen: Ich bin nach wie vor vorsichtig optimistisch, was 2019 angeht und zuversichtlich, dass die Prognose, die wir für das Jahr gegeben haben, erreicht wird.

LTM: Hapag Lloyd geht in die Qualitäts­offensive, wie Sie mit der Strategy 2023 verkündet haben. Erzählen Sie uns mehr davon…
Habben Jansen: Es geht um die Dienstleistungen, die wir unseren Kunden anbieten. Hier gibt es verschiedene Schnittstellen, wir haben zehn davon definiert, an denen wir uns deutlich verbessern können. Zunächst werden wir diese Schnittstellen messbar machen, danach unseren Kunden vorstellen. Unsere Qualitätsoffensive sollte dazu führen, dass die Kunden bereit sind, aufgrund unserer dann messbaren hohen Qualität pro Container 25, 50 oder 100 Dollar mehr zu bezahlen.

LTM: Nennen Sie bitte Beispiele…
Habben Jansen: Zum Beispiel, wie schnell wir auf Anrufe von Kunden reagieren oder wie akkurat die Dokumente sind, die wir liefern bis zu Terminzusagen unsererseits. Das sind nur einige Beispiele. Die ersten drei Schnittstellen werden wir im ersten Quartal 2020 veröffentlichen, weitere drei im ersten Januar 2020 und so weiter. Die Schwierigkeit ist nicht, zu nennen, wo man sich verbessern kann, sondern dann auch zu liefern. Am Ende muss das dazu führen, dass die Kunden uns besser bewerten und bevorzugt buchen.

„Man kann aufholen, aber nicht überholen“: Martin Schrüfer im Gespräch mit Rolf Habben Jansen (r.). © Hapag-Lloyd

LTM: Beginnen Sie mit Bereichen, in denen Sie bereits gut sind?
Habben Jansen: Nicht nur. Im Bereich der korrekten Rechnungsstellung sind wir bereits relativ gut, aber es gibt auch Bereiche, in denen wir, wie andere auch, noch nicht gut sind. Fahrplanzuverlässigkeit beispielsweise. Das ist ein schwieriges Thema, denn dort gibt es Umstände, die sie als Unternehmen nicht selbst beeinflussen können – Unwetter, Streiks, Staus in Häfen. Es gibt Segmente im Markt, in denen es nur um den Preis geht, aber es gibt auch Segmente, in denen die Qualität einen besonderen Wert hat. Dafür sind Kunden dann bereit, mehr zu bezahlen.

LTM: Wann werden Ergebnisse sichtbar?
Habben Jansen: Wir haben 2017 damit begonnen und ab 2018 begonnen, daran zu arbeiten. Man sieht bereits jetzt erste Ergebnisse, beispielsweise bei der Frage der Digitalisierung und wieviel wir bereits über Online verkaufen. Hier liegen wir bei acht Prozent weltweit, das ist schon viel.

LTM: Acht Prozent heute – wo wollen Sie 2023 liegen?
Habben Jansen: Im Moment sind wir mit dem Onlineverkauf vor allem im kurzfristigen Segment erfolgreich und haben hier fast 25 Prozent erreicht. Das wird nicht enorm weiterwachsen. Jetzt geht es darum, wieviel man in anderen Segmenten online erreichen können. Hier sind 15 Prozent nicht unrealistisch.

LTM: Lassen Sie uns über die Nachhaltigkeit sprechen. Ab dem 1. Januar gelten neue Vorschriften über sauberen Treibstoff. Ist das das Ende der Schifffahrt, wie es in manchen Medien derzeit ­dargestellt wird?
Habben Jansen: Die Schifffahrt ist insgesamt das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, umweltfreundlicher als viele glauben. Trotzdem müssen wir sicher noch einiges tun. Schwefel ist für uns ein großes Thema und deswegen bin ich froh über die neuen Regeln. Sie führen zwar zu Mehrkosten, aber die Luft wird tatsächlich sauberer und unsere Industrie insgesamt umweltfreundlicher. Wir könnten auch Schiffe auf LNG, also verflüssigtes Gas, umstellen. Das würde viele Probleme lösen. Ob unsere Industrie eines Tages komplett emissionsfrei wird, weiß ich nicht, denn es existiert aktuell keine Technologie, die dies ermöglichen würde. Insofern wird die Schwefel-Regel einen Sprung nach vorne auslösen, LNG wird eine wichtigere Rolle spielen - und vielleicht kommt danach eine neue Technologie, die uns emissionsfrei macht.

LTM: Ihre positive Einstellung überrascht mich. Sie haben ja deutliche Mehrkosten durch den umweltfreundlicheren Treibstoff?
Habben Jansen: Das ist richtig, aber diese Zusatzkosten fallen nun mal an, wenn man umweltfreundlicher produzieren will. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Kosten für den Treibstoff zwar in relativen Zahlen hoch sind, die Schifffahrt aber einen relativ günstigen Treibstoff benutzt. Wir reden da über 400 Dollar pro Tonne oder 40 Cent pro Liter. Die neue, sauberere Variante wird 60 bis 65 Cent pro Liter kosten. Nach vielen Gesprächen mit unseren weltweiten Kunden wissen wir, dass nahezu alle bereit sind, den Mehrpreis zu akzeptieren.

LTM: Hilft es, dass die neuen Regeln für alle gelten?
Habben Jansen: Ja. Die Regeln sind gut und einfach zu kontrollieren. Ab 1. März 2020 wird es nicht mehr erlaubt sein, den alten Treibstoff an Bord zu haben, es sei denn, das Schiff hat eine Abgasreinigungsanlage. Insofern glaube ich, dass sich alle daran halten werden. Die Europäer sowieso, aber auch bei den Chinesen und Japanern bin ich zuversichtlich. Dennoch haben alleine wir rund eine Milliarde Dollar Zusatzkosten durch den neuen Treibstoff – pro Jahr.

Seit fünf Jahren an der Spitze von Hapag-Lloyd: Rolf Habben Jansen © Hapag-Lloyd

LTM: Was halten Sie von den nachrüst­baren Systemen die die Abgase der Schiffe reinigen?
Habben Jansen: Für uns handelt es sich dabei um eine reine Übergangslösung. Wir rüsten zwar zehn unserer Schiffe um, aber nur, um damit Erfahrungen zu sammeln. Wir brauchen auf Dauer saubere Brennstoffe und ganz neue Technologien.

LTM: Ist der Markt beim Thema schwefelarme Treibstoffe wirklich so entspannt, dass er ohne größeres Murren die höheren Raten akzeptiert?
Habben Jansen: Die Zusatzkosten sind so hoch, dass keine Reederei die Kosten selber tragen und nicht weiterberechnen kann. Bei uns sind es, wie gesagt, rund eine Milliarde Dollar, bei Maersk schätzungsweise zwei Milliarden. Das ist eine Größenordnung, die alle Reedereien in die Pleite schicken würde, wenn wir die Kosten nicht an unsere Kunden weiterreichen würden. Unsere Kunden zeigen Verständnis für die Thematik. Unterm Strich reden wir von einer Ratenerhöhung von acht bis zehn Prozent und das in einer Branche, in der die Raten in den vergangenen zwanzig Jahren eigentlich immer nur gesunken sind. Die Mehrkosten sind allerdings auch derart signifikant, dass wirklich jeder versteht, dass wir nur eine Chance haben: nämlich uns dieser neuen Realität zu stellen und die Kosten fair und transparent an die Kunden weiterzugeben.

LTM: Die Um- und Ausrüstung von Containerschiffen auf LNG-Antrieb ist ein großes Thema in der Schifffahrt, auch Hapag-Lloyd hat so ein „Experiment“ am Laufen. Wie geht es voran?
Habben Jansen: Man lernt jeden Tag Neues, denn die Technologie ist noch sehr neu. Wir werden das 15.000 TEU Schiff „Sajir“ umrüsten, und ich bin zuversichtlich, dass das Schiff im 3. Quartal 2020 fertig umgebaut sein wird. Wenn alles gut funktioniert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir weitere 16 Schiffe umrüsten.

LTM: Taugt LNG zur Trademark für eine Reederei wie Hapag-Lloyd?
Habben Jansen: Das lässt sich nicht ausschließen, aber wir müssen jetzt erstmal testen und brauchen dann ja auch die Mittel für die Umbauten. Der Umbau kostet pro Schiff über 30 Millionen Dollar. Das ist nicht wenig.

LTM: Wo liegt der Return-On-Invest?
Habben Jansen: Der wird nicht begeisternd sein, aber wir schätzen, dass er nach fünf bis sieben Jahren erreicht sein wird. LNG ist für uns ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und man sollte nicht vergessen, dass die Schifffahrt bereits Fortschritte gemacht hat. Die CO2-Emission pro TEU ist heute 50 Prozent niedriger als vor zehn Jahren. So schlecht steht die Schifffahrt im Vergleich zu anderen Transportwegen nicht da.

LTM: Wer das Stammhaus in Hamburg betritt, liest den Wahlspruch von Albert Ballin, „Mein Feld ist die Welt“. Sie sind als Reeder extrem abhängig von weltpolitischen Verläufen. Mit welchem Gefühl hören Sie Nachrichten aus Amerika?
Habben Jansen: Ich bin fest davon ­überzeugt, dass alle Länder von einem freien Welthandel profitieren. Handelsbeschränkungen nutzen niemandem, im Gegenteil. Natürlich sind die Beziehungen zwischen den USA und China nicht spannungsfrei. Die Frage ist, wie es am Ende ausgeht. Wenn das Ergebnis ein massiver Protektionismus ist, dann ist das ein erheblicher Rückschlag für den Welthandel. Es gilt also, diese Neudefinition der Handelsbeziehungen gut hinzubekommen. Für uns ist freier Handel immens wichtig.

LTM: Immer verbunden mit der Hoffnung, dass der Realitätssinn aller Beteiligten groß genug ist.
Habben Jansen: Ja. Es ist legitim, neu zu verhandeln. Und der Güterverkehr ist ja nur ein Thema. Der Datenverkehr ist viel größer und bisher kaum reguliert. Das wird sicher auch ein Thema werden. Nachdem wir aber die Politik nicht beeinflussen können, versuche ich, mich nicht zu sehr drüber auf­zuregen (schmunzelt). Unser Geschäft ist glücklicherweise nicht nur von einem Verkehr zwischen zwei Handelspartnern abhängig. Unser Portfolio umfasst den gesamten Globus. Wenn es an einer Stelle weniger wird, wird es vielleicht woanders mehr.

LTM: Hapag-Lloyd damals, bei Ihrem Amtsantritt, und heute in der Wahr­nehmung: Ist das Unternehmen in ­ruhigerem Fahrwasser als 2014?
Habben Jansen: Es ist jetzt anders. 2014 und 2016 waren wir durch die Übernahmen und Fusionierungen stark beschäftigt. Hapag-Lloyd ist heute fast 2,5 mal so groß wie damals. Insofern ist es in der Hinsicht heute ruhiger, anderseits wird es immer ein Maß an Veränderungen geben. Aber natürlich gibt es nicht jedes Jahr einen großen Merger.

LTM: Erwarten Sie weitere Fusionen?
Habben Jansen: Nein, das würde mich sehr überraschen. Der zusätzliche ­Kostenvorteil wird immer geringer. Und die Unternehmenspreise sind heute viel höher.

LTM: In welche Märkte will sich Hapag-Lloyd stärker engagieren?
Habben Jansen: Auch durch den Merger mit CSAV sind wir in Südamerika stark gewachsen, genauso im Fernostverkehr und im Nahen Osten. In Märkten wie Indien, Südostasien oder Afrika sind wir bereits jetzt teilweise gut vertreten, hier werden wir investieren. Wir sind zwar von der Weltwirtschaft abhängig, profitieren aber davon, dass unser Portfolio sehr ausgeglichen ist über viele Fahrtgebiete hinweg. Eine Krise hier oder da lässt nicht gleich unser gesamtes Ergebnis zusammenbrechen. Das schaffen Sie nur, wenn Sie nicht von einem oder zwei Trades abhängig sind.

LTM: Warum Afrika?
Habben Jansen: Afrika wird in den kommenden zwanzig Jahren stark wachsen. Hier hat sich unser Geschäft gut entwickelt und wird es weiter tun.

LTM: Wie zufrieden sind Sie mit ihren ersten fünf Jahren als CEO?
Habben Jansen: Unterm Strich stehen wir heute gut da. Die großen Entscheidungen haben wir richtig getroffen und gut umgesetzt. Es gehört immer Glück dazu, aber im Großen und Ganzen können wir durchaus zufrieden sein.

LTM: Wir haben im Jahr 2014, damals waren Sie kaum sechs Monate im Amt, zuletzt für LT-manager ein Interview geführt. Was hat sich damals, was sie von Hapag-Lloyd dachten, mittlerweile bewahrheitet was nicht?
Habben Jansen: Auch damals gab es schon die Erwartung, dass das Unternehmen deutlich wachsen muss. Ich hatte mir damals vorgestellt, dass Hapag-Lloyd Ende 2020 rund zwei Millionen TEU Kapazität haben sollte. Davon werden wir nicht weit entfernt sein. Dito beim Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar. Das war am Ende das wichtigste: Zu wachsen, sonst hätten wir nicht überlebt. Das zweite, was mich überrascht hat, war, dass das Unternehmen sehr gut in der Lage ist, eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte umzusetzen, unter anderem unsere beiden Integrationen und den Börsengang. Was habe ich anders erwartet? Ich hatte gehofft, dass sich der Markt schneller erholt. Die Raten steigen nur sehr, sehr langsam. Beim Thema Umwelt hatte ich erhofft, schneller voranzukommen, doch das ist nicht so einfach, wenn man weit über 200 Schiffe im Bestand hat. Diese Herausforderung kommt auf uns zu.

LTM: 2014 sagten Sie: „Wir wollen offene Diskussionen und Transparenz auf allen Ebenen“ – Ziel erreicht und ab­gehakt?
Habben Jansen: Fortschritte gemacht: ja. Abgehakt: nein, sicher nicht. Die ­Dialogbereitschaft der Mitarbeiter zu erhöhen, Hierarchien abzubauen, das haben wir schon ganz gut geschafft. Ein paar Beispiele: Heute kann jeder Mitarbeiter, der das möchte, mit mir frühstücken gehen und seine Fragen oder Kommentare loswerden. Meine Vorstandskollegen und anderen Topmanagern bieten gemeinsame Mittagessen an, wo man ins Gespräch kommen kann. Die Zusammenschlüsse mit CSAV und UASC haben uns nach vorne gebracht und die neuen Mitarbeiter brachten eine andere Kultur ins Unternehmen. Auch nach außen sind wir deutlich offener geworden – ob durch Social Media oder eine inten­sivere Medienarbeit. Insgesamt sind wir heute deutlich transparenter als andere große Reedereien.

LTM: Was haben Sie sich persönlich auf die Fahnen geschrieben für Ihre zweite Periode als Vorstandschef?
Habben Jansen: Vor fünf Jahren habe ich als Ziel ausgegeben, dass wir wieder in die Gewinnzone zurückkehren und schwarze Zahlen schreiben. Hier sind wir auf einem guten Weg und haben in drei der vier vergangenen Jahre schwarze Zahlen geschrieben. Ich bin mir sicher, dass uns das auch 2019 gelingt, das wären dann vier von fünf Jahren. Jetzt gilt es, dabei zu bleiben und unseren Aktionären und Inves­toren eine vernünftige Rendite zu bieten. Das wird Hapag-Lloyd ermöglichen, Zugriff auf Kapital zu bekommen, mit dem wir unser Unternehmen weiterentwickeln. Also ist das erste Ziel, die Rendite zu stabilisieren und einen Tick zu verbessern. Zweitens wollen wir liefern, was wir in der ­Strategie 2023 versprochen haben. Qualitätsführer zu werden in den Augen der Kunden und in gewissen Märkten stark zu wachsen.

LTM: Welche Schlagzeile wollen Sie über sich und welche über Hapag-Lloyd im Jahr 2024 lesen?
Habben Jansen: „Hapag-Lloyd bei internationaler Kundenbefragung erneut zur beliebtesten Containerlinienreederei der Welt gewählt“ – das würde ich gern lesen. Für mich war es wichtig, in den ersten fünf Jahren aus der Krise herauszukommen. Jetzt geht es drum, das Geschäft zu stabilisieren und die Rendite zu verbessern, denn wir verdienen immer noch nicht die Kapitalkosten zurück. Wenn wir das geschafft haben, stellen wir uns neue Fragen. Ein Schritt kommt nach dem anderen.

LTM: Ich werde den Kurs mit Interesse verfolgen. Danke für das Gespräch!

Mit Rolf Habben Jansen sprach ­LT-manager Chefredakteur Martin Schrüfer, das Interview fand in der ­Konzernzentrale am Ballindamm in Hamburg statt. 

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