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IAA Nutzfahrzeuge

Martin Schrüfer,

Betterflow hilft Trucks beim Spritsparen

Das Aachener Start-up Betterflow verbessert die Aerodynamik von Sattelzügen und erreicht damit eine erhebliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Auf dem Betterflow-Stand auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 zeigt das innovative Unternehmen in Halle 27, Stand B11 das patentierte Heckflügel-System, das den cW-Wert deutlich verbessert und wagt einen Blick in die Zukunft.

Eine Zukunftsstudie von Betterflow. © Betterflow

 Die Transportunternehmen in Europa bereiten sich aktuell auf VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation Tool) vor. Damit werden ab 2019 in Europa erstmals vergleichbare CO2-Werte für neu produzierte und zugelassene schwere Nutzfahrzeuge ermittelt und ausgewiesen. Die beschlossenen Fristen und Vorgaben zur Einführung der neuen Regelung stellen für viele eine Herausforderung dar.

Ein LKW mit einem geringen Kraftstoffverbrauch erzielt einen günstigeren VECTO-Wert, denn der Kraftstoffverbrauch steht in direktem Zusammenhang mit den CO2-Emissionen – jedes Kilo Diesel entspricht ca. drei Kilo Kohlendioxid. Logistikunternehmen suchen daher nach einer langfristigen und praxistauglichen Möglichkeit, Kraftstoff einzusparen.

Intelligente Lösung verbessert Aerodynamik

Kraftstoff-Einsparung ist auch ohne VECTO das wichtigste Argument beim Nutzfahrzeug-Kauf. Ein Drittel der Gesamtausgaben von Spediteuren im Langstreckengeschäft machen die Kraftstoffkosten aus. Ein junges und innovatives Unternehmen aus Aachen hat hier eine intelligente Lösung gefunden. Das Heckflügel-System von Betterflow spart durch verbesserte Aerodynamik der Sattelzüge. Das Heckflügel-System ist ein Add-On, das den cW-Wert um etwa 9 % reduziert.

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Firmengründer und Erfinder sind Dr. Rainer Buffo und Dipl.-Ing. Ingo Martin: „Lkw haben eine ungünstige Aerodynamik. Deshalb verbrauchen sie viel Sprit und verschmutzen die Umwelt. Die Form der Sattelzüge lässt sich aus wirtschaftlichen und gesetzlichen Gründen aber nur schwer ändern. Deshalb haben wir das Heckflügel-System entwickelt und Betterflow gegründet.“

Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 vom 19. bis 27. September in Hannover präsentiert Betterflow das vollautomatisch ein- und ausklappbare Heckflügel-System direkt auf ihrem Stand B11 in Halle 27. Die Besucher am Stand können sich den Mechanismus anschauen. In der Praxis fahren die Heckflügel erst ab einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h automatisch aus. Bei Durchschnittsgeschwindigkeiten unter 55 km/h kehren sie wieder in den Ausgangszustand zurück. Beide Vorgänge laufen völlig eigenständig ab und werden nicht vom Fahrer ausgeführt. Während des Be- und Entladens des Trailers liegen die Flügel flach an und gewährleisten einen normalen Zugang zum Laderaum.

Individuelle Optimierung passend zu Sattelzügen und Fahraufgaben

Das Betterflow Aeropaket ergänzt das Heckflügel-System passend zu den Sattelzug-Konfigurationen und ihren Fahraufgaben. Das Paket besteht aus verschiedenen Komponenten, die sowohl aus der Betterflow  Entwicklungsabteilung kommen als auch von Drittanbietern. Das zentrale Element mit den höchsten Einsparungswerten ist jedoch das Heckflügel-System.

Weil sich für die Spediteure alles um TCO, Total Cost of Ownership, dreht, prüfen sie jede Investition daraufhin, ob sie sich rentiert. „Neue Technik für Nutzfahrzeuge kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie Wirtschaftlichkeit und Effizienz steigert“, weiß Dirk Sieprath, verantwortlich für das Marketing bei Betterflow. „Das Aeropaket und das Heckflügel-System bieten Logistikunternehmen beides und schützen gleichzeitig unser Klima.“

Aeropaket und das Heckflügel-System sind die ersten Schritte in die richtige Richtung. Betterflow hat neue, weiterreichende Ideen für die nächsten Jahre. Der Betterflow Stand erlaubt Besuchern einen Blick in die Zukunft: zwei etwa 70 cm lange Modelle der nächsten und übernächsten Sattelzuggeneration, aus den Jahren 2025 und 2032. Hier zeigt sich, dass die Optimierung der Aerodynamik von Sattelzügen auch in Zukunft unbestritten einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs auf Langstreckentransporten haben wird.

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