Seehäfen

Martin Schrüfer,

Prozess gegen Ex-Beluga-Chef Niels Stolberg beginnt im Januar

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Bremen, 05.11.2015 - Das jahrelange Warten hat ein Ende: Das Landgericht Bremen hat verkündet, dass im Januar der Prozess gegen Niels Stolberg, Ex-Chef der Reederei Beluga Shipping beginnt. In einem ersten Statement zeigt sich der Ex-Vorzeigeunternehmer zuversichtlich und erleichtert.

Wie mehrere Medien berichten, wird das Hauptverfahren gegen Niels Stolberg und weitere drei Angeklagte wegen Bilanzfälschung, Kreditbetrug (in 16 Fällen) und Untreue am 20. Januar 2016 beginnen. Stolbergs Reederei war im März 2011 in die Schlagzeilen geraten, der Ex-Reeder wurde damals von dem Eigentümer der Reederei, dem amerikanischen Finanzunternehmen Oaktree, vor die Tür gesetzt (LT-manager berichtete ausführlich).

Als Reaktion auf die Ankündigung des Gerichts liegen LT-manager ein Statement von Stolbergs Anwalt, Dr. Bernd Groß von der Kanzlei Feigen Graf Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft und vom Angeklagten selber vor.

Dr. Bernd Groß erklärte: „Wir sind zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe der Anklage vom September 2014 vor Gericht als haltlos erweisen werden. Die Einstellungen einiger Verfahren in der jüngsten Vergangenheit haben ja auch gezeigt, dass sich ganz erhebliche Vorwürfe gegen unseren Mandanten, die auch zu einer massiven öffentlichen Vorverurteilung geführt haben, letztlich als gegenstandlos erwiesen haben.“

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Und Niels Stolberg ergänzte: „Gut, dass der Prozess nun tatsächlich beginnt. Die Zeit des Wartens ist vorbei. Vieles wird sich im Zuge der Verhandlung relativieren, davon bin ich überzeugt.“

Auf die Frage, womit sich der ehemalige Reeder aktuell beruflich beschäftigt, meinte Stolberg: „Momentan arbeite ich mit der Best Ship Consult GmbH sehr intensiv mit Projektspediteuren und Reedern zusammen, denen ich bei der Entwicklung von bestimmten Geschäftsmodellen beratend zur Seite stehe. Die maritime Branche ist nach wie vor hoch spannend und erste erfolgreiche Abschlüsse sprechen für sich. Persönlich werde ich diesen geschäftlichen Weg weitergehen und bin sehr zuversichtlich, dass sich hier noch so Einiges bewegen lässt und wird.“

Der Prozess vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer 2 des Landgerichts Bremen ist laut einer Pressemitteilung des Gerichts auf etwa 56 Verhandlungstage angesetzt. ms

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