Coronavirus

Martin Schrüfer,

Covid-19-Taskforce: Hafen Antwerpen funktioniert zu 100 Prozent

Eine Covid-19-Taskforce kam am 20. März erstmals am Hafen Antwerpen zusammen. Man ist sich sicher: Der Hafen Antwerpen bleibt zu 100 Prozent funktionsfähig. Auf dem Einsatztreffen wurden zudem Schwerpunkte definiert sowie ein “Hafenmonitor” eingeführt. Mit dessen Hilfe können Störungen und kritische Situationen im täglichen Betrieb schnell erkannt und zusätzlich notwendige Maßnahmen ergriffen werden.

© Hafen Antwerpen

Alle wichtigen Bereiche des Hafens und der Hafenbehörde haben an der ersten Sitzung der Taskforce teilgenommen. Während des Treffens konnten sich die Anwesenden anhand des neu eingerichteten Hafenmonitors einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen. 

Die Taskforce ist multidisziplinär und grenzüberschreitend. Um ein vollständiges Bild der Hafenaktivitäten zu erhalten, sind alle Bereiche innerhalb der gesamten Hafenorganisation beteiligt. Teilnehmer sind der Hafen Antwerpen, Alfaport-Voka, ASV, Cepa, ESPO, Essenscia, die Antwerpener Feuerwehr, die Antwerpener Schifffahrtspolizei, die Agentschap voor Maritieme Dienstverlening en Kust (MDK; Agentur für maritime Dienstleistungen und Küste), die Flämische Wasserstraßenverwaltung, der belgische Zoll sowie das Kabinett der flämischen Mobilitätsministerin Lydia Peeters (Open Vld; dt.: Flämische Liberale und Demokraten). Auch die niederländische Infrastruktur- und Wasserbaubehörde “Rijkswaterstaat” ist hier aufgrund der Erreichbarkeit Antwerpens über die Schelde vertreten.

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Der Hafen Antwerpen ist operationell und es gibt aktuell keine unüberbrückbaren Probleme im Betrieb. Der Umschlag an den Terminals läuft normal, es steht ausreichend Personal für den Umschlag bereit und die An- und Abfahrten der Fahrer erfolgen ohne größere Verzögerung. Die Taskforce hat jedoch eine Reihe von Punkten definiert, die kontinuierlich überwacht werden:

  • Unterschiedliche Herangehensweise in Belgien und den Niederlanden: Sowohl Belgier als auch Flamen sind als Lotsen tätig. Während der niederländische Ansatz auf kontrollierter Kontamination basiert, ist die flämische Herangehensweise weitaus restriktiver. Sowohl der Hafen Antwerpen als auch die MDK arbeiten daher an einem Ansatz, bei dem die unterschiedlichen Arten von Maßnahmen nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen.
  • Personalbestand: Aktuell ist hier alles unter Kontrolle. Die Verfügbarkeit und das Engagement der Mitarbeiter sind für das reibungslose Funktionieren aller Hafendienste von wesentlicher Bedeutung. Aktuell werden für eventuell höhere Krankenstände Ausweichszenarien erarbeitet, um die Leistungserbringung auch weiterhin zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Taskforce bei allen, die den Hafen am Laufen halten, ausdrücklich für ihr Engagement.

Diese bereits vorhandenen Regelungen und Maßnahmen wurden erneut bestätigt:

  • Bereitstellung ausreichender Reinigungsmittel in den Anlagen
  • Möglichst weitreichender Austausch von Dokumenten auf digitalem Weg, um den direkten menschlichen Kontakt weitestgehend zu minimieren
  • Die Besatzungen der Schiffe und das Personal am Kai werden hauptsächlich per Fernkommunikation (per Funk, Telefon) kommunizieren
  • So weit wie möglich Einhaltung der Regeln der sozialen Distanzierung und Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen

Im Hafen Antwerpen ist derzeit noch kein Rückgang der Warenströme zu verzeichnen. Es wird jedoch erwartet, dass in den kommenden Tagen und Wochen aufgrund des Corona-Ausbruchs weniger Schiffe Antwerpen anlaufen werden. So werden beispielsweise aus Asien 15 große Containerschiffe weniger ankommen, was einem Minus von rund 115.000 TEU im Verkehr von und nach China entspricht.

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