LT-manager 2/19

Martin Schrüfer,

Editorial: Das Monopoly für Erwachsene

Liebe Leserinnen, liebe Leser, dass es in der Logistik und im Transport noch Wichtigeres gibt als „Just in time“, Cut-off-Zeiten, Effizienz und so weiter, wird einem spätestens klar, wenn im Fernsehen Bilder von einer Naturkatastrophe in einem Dritte-Welt-Land gezeigt werden. Dann geht es um den Transport von Lebensmitteln oder medizinischem Gut, Key-Performance-Indikatoren rücken deutlich in den Hintergrund. Logistiker spielen (nicht nur) nach einer Katastrophe ihr ganzes Wissen aus, um zu helfen, also um Gutes zu tun. Und fühlen sich großartig dabei. Das beweisen mir immer wieder die leuchtenden Augen, die gestandene Logistikmanager haben, wenn Sie von „ihrem“ Hilfsprojekt sprechen.

© Oliver Tamagnini

Es gibt demnach etwas, was das tägliche „Monopoly für ­Erwachsene“, das in den Büros landauf, landab täglich statt­findet, nicht bieten kann. Zum Beispiel, die eigene Erfahrung und das eigene Netzwerk zu nutzen, um zu helfen und Hilfe zu organisieren. Zur Abwechslung mal etwas richtig sinnhaftes tun, um es überspitzt zu formulieren.

Eine große Gruppe von aktiven und ehemaligen Mitarbeitern von Lufthansa Cargo haben diesen Sinn im Cargo Human Care e.V. gefunden, einem Verein, der mehrere Projekte in Kenia ­betreibt. Entstanden aus einer zufälligen Begegnung, wächst und wächst das Engagement seit vielen Jahren.

Es hat mich tief beeindruckt, wie dieses Helferteam hellwach, pragmatisch und immer bescheiden für den guten Zweck ­arbeitet. Den Bericht aus Kenia lesen Sie ab Seite 30, ich ziehe meinen Hut und wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre der vorliegenden Ausgabe.

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Herzliche Grüße aus München,

Martin Schrüfer
Leitender Chefredakteur

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