Corona-Impfstoff ante portas?

Martin Schrüfer,

Pharma-Hub Flughafen Frankfurt europaweit führend

Am Flughafen Frankfurt (FRA) wurden im Jahr 2019 rund 120.000 Tonnen Impfstoffe, Arzneimittel und andere Pharmaprodukte umgeschlagen. Damit ist FRA europaweit führend. In dieser Position sehen sich Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa Cargo gemeinsam mit weiteren Partnern der Air Cargo Community am Standort bestens auf das Handling eines möglichen Corona-Impfstoffes vorbereitet. 

Das Lufthansa Cargo Pharma Hub in Frankfurt bietet eine hochmoderne Infrastruktur für den Transport von temperatursensible Gütern. © Lufthansa Cargo

Aktuell stehen am Flughafen Frankfurt rund 12.000 Quadratmeter temperaturgeführte Umschlagekapazitäten mit direktem Vorfeldzugang zur Verfügung. Gut zwei Drittel davon befinden sich im hochmodernen Lufthansa Cargo Pharma Hub. Auf dem weiteren Flughafen-Gelände stehen 2.000 zusätzliche Quadratmeter vor der Inbetriebnahme. Diese Flächen entsprechen den internationalen und europäischen Vorgaben. So erfüllt Fraport beispielsweise seit 2018 die Anforderungen des CEIV-Pharma-Zertifikats des Airline-Verbands IATA, ebenso wie elf weitere in Frankfurt tätigen Dienstleistungsunternehmen. Hinzu kommen Speditionen und Luftverkehrsgesellschaften, die dem EU-GDP-Standard entsprechen. Somit sind mehr als 75 Prozent der Transportwege am Flughafen zertifiziert. Zudem nutzt Fraport aktuell 20 hochmoderne Thermotransporter, um auch beim Weg über das Vorfeld die notwendige Temperatur der Güter zu gewährleisten.

„Der Flughafen Frankfurt bietet die idealen infrastrukturellen Voraussetzungen für den Umschlag von Pharma-Gütern. Wir beobachten die aktuellen Forschungen für einen Corona-Impfstoff genau. Wenn es soweit ist, werden wir zusammen mit unseren Partnern bei der Verteilung von Impfstoff und Medikamenten bestmöglich unterstützen“, sagt Max Philipp Conrady, Leiter Zentrale Frachtinfrastruktur bei Fraport. „Bereits beim Umschlag von dringend benötigter Schutzausrüstung und teils lebensnotwendigen pharmazeutischen Gütern haben wir zu Beginn des Jahres gezeigt, dass wir als Fracht-Community einen essentiellen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten.“

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Auch Lufthansa Cargo ist bestens vorbereitet, um einen möglichen Corona-Impfstoff in die ganze Welt zu fliegen. Mit weitreichenden Destinationen und 31 Pharma-Stationen weltweit, die bis Ende 2021 alle CEIV Pharma-zertifiziert sein sollen, verfügt die Frachtairline über ein hervorragendes Netzwerk. So können temperatursensible Güter, wie Impfstoffe oder Medikamente schnellstmöglich an ihren Bestimmungsort gebracht werden. „Wie wichtig gut funktionierende Lieferketten vor allem in Krisenzeiten sind, haben uns die letzten Monate deutlich gezeigt. Auch wenn es darum gehen wird, einen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu transportieren, wird Lufthansa Cargo alles unternehmen, um eine schnelle Verteilung über den Luftweg zu ermöglichen“, so Jörg Bodenröder, Leiter Handling Specials bei Lufthansa Cargo. Als einer der ersten Luftfrachtcarrier, der sich u.a. auf den Transport von temperatursensiblen Gütern fokussiert hat, greift Lufthansa Cargo auf eine langjährige Erfahrung im Bereich von Pharma-Transport zurück. Mit beinahe allen am Markt verfügbaren Transportmöglichkeiten steht Kunden zudem ein breitgefächertes Produktportfolio zur Verfügung, in dem nahezu alle Anforderungen berücksichtigt werden können.

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