Runde Sache!

Martin Schrüfer,

Prof. Michael ten Hompel feiert 60. Geburtstag

Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML sowie Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der Technischen Universität Dortmund, hat am 19. November 2018 seinen 60. Geburtstag gefeiert.

LT-managers erster Titelheld - lange ist's her! (#1/2010) © Fraunhofer IML

Seit nunmehr 18 Jahren ist ten Hompel Hochschullehrer an der TU Dortmund und verantwortet am Fraunhofer IML den Forschungsbereich Materialflusssysteme. Bereits sein Studium der Elektrotechnik mit der Fachrichtung Technische Informatik an der RWTH Aachen bildete die Grundlage für die Verknüpfung von Hardware- und Software-Technologien, für die er bis heute steht. 1988 gründete er im Anschluss an sein Studium die GamBit GmbH (heute Vanderlande Industries Logistics Software GmbH), deren geschäftsführender Gesellschafter er bis zum Jahr 2000 blieb. Mit seinem Unternehmen machte er bereits mit großen Projekten auf sich aufmerksam – u. a. mit einem Projekt für die Prozesssteuerung beim Luft- und Raumfahrt-Riesen Airbus. 1991 wurde er an der Universität Witten/Herdecke promoviert. Seit 2000 ist er Ordinarius des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der TU Dortmund und Institutsleiter des Fraunhofer IML, dessen Geschäftsführung er 2004 übernahm.

Zahlreiche Innovationen in der Logistik gehen direkt auf die Forschung ten Hompels zurück. So gilt er als Erfinder der Shuttle-Technologie in der Intralogistik, die er seit einigen Jahren zur zellularen Fördertechnik weiterentwickelt. Diese Technologie basiert auf autonomen, sich selbst steuernden Shuttles, die Lager- und Transportaufgaben übernehmen. Darüber hinaus hat sich ten Hompel als einer der Väter des Internet der Dinge einen Namen in Deutschland gemacht – einer Vision, die 2018 einen großen Durchbruch erlebte dank verschiedener Entwicklungen aus dem Institut, in denen Algorithmen künstlicher Intelligenz dezentral auf kleinsten cyberphysischen Systemen agieren. Die langjährige Arbeit an dieser Idee führte unter anderem dazu, dass die TV-Sendung »Computerclub« ten Hompel bereits im Jahr 2008 den Namen Internet-der-Dinge-Papst verlieh.

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Als Initiator des EffizienzCluster LogistikRuhr, der 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Spitzencluster ausgezeichnet wurde, hat er es zudem geschafft, die Logistik vom Ruf einer Hilfsdisziplin zu befreien und sie als vollwertig anerkannte Wissenschaftsdisziplin zu etablieren.

Mit dem 2016 eröffneten Enterprise Lab Center beschritt ten Hompel zudem neue Wege in der dynamischen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Und mit dem 2018 gestarteten »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik« setzt er am Hochtechnologie-Standort Dortmund neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Darüber hinaus gilt als Vordenker im Hinblick auf die Zukunft menschlicher Arbeit – von der Vision einer Social Networked Industry bis hin zu biointelligenten Systemen.

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