Zukunftskongress Logistik

Martin Schrüfer,

Nüwiel gewinnt mit intelligentem Fahrradanhänger den 3. Digital Logistics Award

Gewinner des 3. Digital Logistics Awards ist das Start-up NÜWIEL. Der Pitch des jungen Hamburger Unternehmens kam im Finale am 17. September bei den Teilnehmern des Zukunftskongress Logistik – 37. Dortmunder Gespräche am besten an. Aus den acht Finalisten des Wettbewerbs für Start-ups und Startins wählten die Kongressteilnehmer mit einer Abstimmung direkt vor Ort den Sieger aus.

© Fraunhofer IML

Auf den zweiten Platz kam das Unternehmen ForkOn aus Haltern am See mit seiner Lösung zum Gabelstapler-Management, auf den dritten das Start-up asurveyor.com aus Kapstadt mit seiner App zur Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse über die gesamte Supply Chain hinweg.

Das Finale des Digital Logistics Awards fand am ersten Kongresstag des »Zukunftskongress Logistik – 37. Dortmunder Gespräche« statt. Im Vorfeld hatte eine Expertenjury acht Start-ups und Start-ins nominiert, die sich mit ihren digitalen und innovativen Logistiklösungen um die Auszeichnung des »Digital Hub Logistics« beworben hatten. Der
»Digital Hub Logistics« würdigt mit dem Award kreative Busisness-Konzepte für Produktion, Handel, Mobilität, Farm & Food, den Finanzsektor und weitere Branchen.

2016 gegründet, treibt NÜWIEL die Vision an, urbane Räume von Lärm, Stau und Luftverschmutzung zu befreien: Der von dem Hamburger Start-up entwickelte elektrisch betriebene Fahrradanhänger für die Last-Mile-Logistik verfügt über eine patentierte Technologie, so dass er der Bewegung eines Fahrrads automatisch folgen kann. Mit-Gründerin Natalia Tomiyama freute sich riesig über den Gewinn des ersten Platzes beim Digital Logistics Award: »Unser Produkt wird ganz oft unterschätzt, weil es auf den ersten Blick wenig innovativ erscheint. Doch in dem Anhänger steckt jede Menge Intelligenz, das heisst Sensorik und Software.« Unternehmen wie UPS, IKEA und Airbus stehen daher bereits auf der Liste der Pilotprojekte, die NÜWIEL bereits erfolgreich durchführt.

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ForkOn aus Haltern am See kamen auf Platz 2. Das Unternehmen macht das Management von Gabelstaplerflotten einfacher und transparenter. Die herstellerunabhängige Software-Lösung des 2017 gegründeten Start-ups führt alle Daten rund um die Staplerflotte von Unternehmen zusammen, analysiert und interpretiert sie. Im Ergebnis sollen
sich die Kosten von Staplerflotten im Schnitt um 25 Prozent senken lassen.

Mit einer einfachen App will das Start-up asurveyor.com aus Kapstadt kleinen und mittleren Farmern aus Afrika dabei helfen, gegenüber internationalen Kunden und Versicherungen einen Nachweis über die Ausgangsqualität ihrer Produkte zu führen und die Qualitätskontrolle von Obst und Gemüse über die gesamte Supply Chain hinweg vereinfachen. Die Idee brachte den Gründern den dritten Platz beim Award ein. Die Blockchain-sichere Lösung, die im Februar des nächsten Jahres auf den Markt kommen soll, liefert auch aus abgelegenen Gebieten automatisierte Statusberichte.

Mit der Nominierung für das Finale erhielten alle acht Teams schon vorab zwei Freikarten für die Teilnahme am Zukunftskongress Logistik sowie eine kostenlose Ausstellungsfläche. In einem fünfminütigen Pitch konnten sie ihre Gründungsidee mehr als 500 Entscheidern aus der Logistikbranche näherbringen. Die Finalteilnahme bot somit
allen Teams die Gelegenheit, neue Kontakte in der Branche zu knüpfen. Darüber hinaus erhielt der erste Platz 15.000, der zweite Platz 8.000 und der dritte Platz 3.000 Euro als Unterstützung für den Markteintritt. Die drei Gewinnerteams werden ihr Unternehmen zudem beim Deutschen Logistik-Kongress in Berlin repräsentieren.

Der Jury des Digital Logistics Awards gehörten in diesem Jahr Marcus Gropp (Kloeckner Metals Operations GmbH), Dr. Stephan Peters (Rhenus SE) und Christina Thurner (LOXXESS AG) an sowie Claas Nieraad (Next Logistics Accelerator) und Karolin Hewelt (Digital Hub Agency RCKT).

Der »Digital Hub Logistics« in Dortmund, getragen von den Fraunhofer-Instituten für Materialfluss und Logistik IML sowie für Software- und Systemtechnik ISST, der EffizienzCluster Management GmbH und der Duisburger Hafen AG, soll die Digitalisierung der Logistikbranche in Deutschland vorantreiben. Er geht zurück auf eine Initiative des
Digitalverbands Bitkom und ist Teil der Digital-Hub-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit deutschlandweit zwölf Hubs.

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