Hoher Besuch in Mittenwalde

Martin Schrüfer,

Ministerpräsident Woidke lobt die Arbeit der Raben Gruppe in der Krise

Trotz der anhaltenden Corona-Krise ist die Raben Trans European Germany GmbH nach eigenen Angaben in der Lage, die Supply Chain aufrechtzuerhalten. Davon hat sich der brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke überzeugt.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (links) und Niederlassungsleiter Frank Ostroga. © Raben

Der Regierungschef war auf seinem Arbeitsbesuch „Politik und Wirtschaft in Zeiten von Corona" zu Gast in der Niederlassung in Mittenwalde. Am Raben-Standort südöstlich von Berlin bekam er einen Eindruck von der Arbeit des internationalen Logistikdienstleisters und davon, wie sich die Pandemie auf die alltäglichen Prozesse auswirkt. „Dass es während des Lockdowns gelungen ist, die Versorgungsketten aufrechtzuerhalten, ist in erster Linie ihrer Arbeit zu verdanken. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und eine herausragende Leistung", sagte Woidke. Stephan Loge, Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, wies auf die Bedeutung der Logistikbranche speziell in Coronazeiten hin: „Nur mithilfe dieses vielfachen, unternehmerischen Engagements gelang es Engpässe in den Regalen wieder auszugleichen, unsere Grundversorgung zu sichern und damit auch das öffentliche Leben aufrechtzuerhalten." Loge begleitete gemeinsam mit Mittenwalds Bürgermeisterin Maja Buße den Rundgang. „Trotz der Corona-Krise ist es dem Standort in Mittenwalde mithilfe eines umfangreichen Maßnahmenkatalogs gelungen, jederzeit die Verfügbarkeit lebensnotwendiger Güter sicherzustellen", so Geschäftsführer Ewald Raben.

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Die Raben-Niederlassung in Mittenwalde feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Vor den Toren Berlins werden auf der 6.100 Quadratmeter großen Lagerfläche täglich 1.000 Sendungen umgeschlagen. Täglich werden von der Niederlassung Mittenwalde die Gebiete Berlin, Brandenburg und Teile von Mecklenburg-Vorpommern mit 60-70 LKW beliefert. „Damit verfügen wir innerhalb der Gruppe über das größte Zustellgebiet", sagt Niederlassungsleiter Frank Ostroga. Neben den Bereichen Automobil, Technologie und Chemie umfasst die Logistik von Lebensmitteln knapp ein Drittel im Unternehmen.

Auf seinem Rundgang durch die große Umschlagshalle zeigten Raben und Ostroga dem Ministerpräsidenten, wie am Cross Dock die Sendungen der Kunden in kürzester Zeit und mit einem modernsten Verwaltungssystem umgeschlagen und kommissioniert werden. Der internationale Logistikdienstleister stand während des Lockdowns im März und April vor der Herausforderung, dass sich quasi von heute auf morgen die Warenstruktur und die Art der Güter komplett änderte. „Die Nachfrage nach Gütern des Grundbedarfs und Reinigungsprodukten ist deutlich gestiegen, während gleichzeitig das Volumen der Waren beispielsweise aus dem Automotive-Bereich stark zurückgegangen ist", sagt Ostroga. So stapelten sich in der Lagerhalle auf einmal keine Motorräder mehr, sondern Fahrräder. Statt Automotiv-Komponenten wurde am Cross Dock nun Heimwerkerzubehör aus dem Baumarkt für den Endkunden umgeschlagen. „Dass dies so reibungslos funktioniert hat, verdanken wir unserem hervorragenden internationalen Stückgutnetzwerk, unserer eigenen Flotte und unserem ausgezeichneten Transportmanagementsystem", sagt Ostroga.

Die frühen Schutzmaßnahmen bildeten die Basis

Vermehrte Handhygiene, Abstandsregeln und das Vermeiden von Händeschütteln – schon Anfang Februar hatte die Raben Gruppe zahlreiche neue Regeln für die tägliche Arbeit eingeführt. Dass dieses frühe Handeln auch in Mittenwalde richtig war, zeigte sich spätestens Mitte März, als das Virus das öffentliche Leben in Europa zum Erliegen brachte. Woidke gewann in Mittenwalde einen guten Eindruck davon, wie sich die 55 Mitarbeiter am Standort strikt an die hygienischen Vorschriften und Einschränkungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten. Das eigens dafür gegründete Krisenmanagement-Team überwacht die Situation und unterstützt die Mitarbeiter.

Unter anderem hat Raben Fieberthermometer, Desinfektionsmittel und Mundschutz an den Eingängen der Gebäude bereitgestellt. Ab einer Temperatur von 37,3 Grad Celsius werden Mitarbeiter mit der Bitte um Meldung beim Arzt oder dem Gesundheitsamt nach Hause geschickt. Zudem werden sämtliche Gebrauchsgegenstände sowie sanitäre Anlagen und Gemeinschaftsräume häufiger gereinigt und desinfiziert. Raben verteilt auch Einwegschutzhandschuhe und Mundschutz für die Mitarbeiter im Lager sowie für diejenigen Mitarbeiter, die Kontakt mit externen Personen haben. „Die Maßnahmen mögen im Arbeitsalltag oft störend sein. Wir wollten jedoch von Beginn an gewährleisten, dass sich niemand ansteckt. Ein infizierter Mitarbeiter würde das komplette Stückgutnetzwerk stilllegen und nicht nur eine Niederlassung", betont Raben.

Im operativen Bereich galten zu Beginn der Krise die weitestmöglichsten Abstandsregelungen und Zugangsbeschränkungen. Lkw-Fahrer wurden mit mehrsprachigen Aushängen darauf hingewiesen, wie sie sich auf dem Gelände verhalten sollten. Teilweise reichten die Fahrer die Frachtpapiere nur noch durch einen Schlitz und blieben im Führerhaus, während der Lkw be- oder entladen wurde. Wo es möglich war, arbeiteten die Büromitarbeiter im Home-Office. Teams teilten sich auf, die dann im Wechsel zu Hause und im Büro arbeiteten.

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