Machbarkeits-Studie

Marvin Meyke,

Mikro-Depots in Städten: Weniger Staus, schnellere Belieferung?

Städtische Infrastrukturen sind vielerorts überlastet, getrieben vom wachsenden Online-Handel trägt der Lieferverkehr seinen Teil dazu bei. Mikro-Depots könnten dem entgegenwirken. In einer Machbarkeitsstudie haben das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die agiplan GmbH untersucht, wie diese in Zukunft umgesetzt werden können.

© agiplan

Mikro-Depots sollen allen KEP-Dienstleistern als gemeinsame Logistikbasis dienen. Von dort aus können diese die letzte Meile zum Kunden mit kleinen Lieferfahrzeugen wie Lastenfahrrädern zurücklegen. Das soll Staus vermeiden und eine schnellere Belieferung ermöglichen. Das Fraunhofer IML und agiplan  haben in einer Studie am Beispiel der Städte Mönchengladbach, Neuss und Krefeld untersucht, ob und wie diese Depots umgesetzt werden können.

Verkehrsaufkommen und Staus reduzieren
In Auftrag gegeben hat die Studie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Projekt finanziell unterstützt. Die Fahrzeuge der Mikro-Depots – also Lastenräder, Kleinstfahrzeuge oder Transporthilfen wie Sackkarren – können den Autoren zufolge die Probleme, die durch hohes Verkehrsaufkommen entstehen, verringern: Zum einen gäbe es weniger Staus durch parkende Fahrzeuge in "zweiter Reihe", außerdem würden die emissionsfreien Räder oder Sackkarren einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die klassischen Zustellfahrzeuge könnten zwar in der Praxis nicht vollständig ersetzt werden, KEP-Dienstleister könnten ihre Effizienz durch Mikro-Depots allerdings deutlich steigern und Unternehmen so eine Auslieferung am selben Tag ermöglichen.

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Nachhaltig und zukunftsfähig
"Mikro-Depots haben das Potenzial, zu weniger Lkw-Verkehr und einer reduzierten Emissionsbelastung in Innenstädten beizutragen. Mit unserer Studie haben wir das Fundament dafür gelegt, Kommunen bei verkehrspolitischen Entscheidungen zu unterstützen. Damit können diese den innerstädtischen Verkehr entzerren und somit nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten", betont Prof. Uwe Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer IML.

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