Projekt SoWAS

Marvin Meyke,

Mehr Nachhaltigkeit auf der letzten Meile

Mit einem Nutzeroffenen Paket-und Warenübergabesystem möchte die TU Graz zusammen mit Partnern für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz auf der letzten Meile sorgen.

Rendering der Paketstation am Campus Neue Technik der TU Graz. Das System steht allen Logistikdienstleistern, Gewerbetreibenden und Privatkunden offen. Die Paketstation ist jederzeit zugänglich. © A1

Das Institut für Technische Logistik der TU Graz hat gemeinsam mit der Stadt Graz (Abteilung für Verkehrsplanung), der KEBA AG, der Prime Software GmbH und dem Institut für Straßen- und Verkehrswesen der TU Graz das Projekt SoWAS („Skalierbares offenes Waren-Austausch-System“) initiiert. Dieses soll die sogenannte „letzte Meile“ durch den optimierten Einsatz von Paketsystemen verbessern.

Erste "offen nutzbare" Paketstation
Zentrales Element ist eine von Umsetzungspartner A1 betriebene Paketstation, die – anders als derzeitige Systeme – anbieterunabhängig von allen Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP-Diensten), Gewerbetreibenden und Privatpersonen genutzt werden kann. "Unser Modell greift den Trend hin zur ‚Sharing Economy‘ auf und steht Logistik-Dienstleistern und Privatpersonen gleichermaßen rund um die Uhr (24/7) zur Verfügung. Damit wollen wir die Zustell- und Abholwege reduzieren und positiv auf den Stadtverkehr und die urbane Umwelt einwirken", erklärt Projektleiter Norbert Hafner vom Institut für Technische Logistik der TU Graz, der die Vorteile für alle Beteiligten zusammenfasst: "Zustelldienste stehen nicht mehr vor verschlossenen Wohnungstüren, auch die Parkplatzsuche fällt weg. Gewerbetreibende können die Waren und Gegenstände außerhalb der Geschäftszeiten zum Abholen hinterlegen. Privatpersonen können sich die Zeit frei einteilen und das Paket auf dem Weg in die Arbeit, am Nachhauseweg oder zwischendurch abholen."

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Graz-Premiere für neues System
Im Januar 2020 geht die Paketstation in Betrieb: Im Außenbereich des Campus Neue Technik der TU Graz,  und somit auch öffentlich gut erreichbar. Bis Jahresende valuieren die Forschenden die positiven Effekte des Systems auf das Mobilitätsverhalten, auf Umwelt und Verkehr. Die Projektergebnisse dienen als Grundlage für den weiteren Ausbau des Paketboxen-Netzwerks in Graz und sind in weiterer Folge auch auf andere Städte übertragbar.

Das Forschungsprojekt wird gefördert, von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft – Schwerpunkt Gütermobilität“. Gemeinsam mit dem Grazer MobLab (Mobility Lab), mit dem die Stadt Graz neue City-Logistik-Projekte erarbeitet, soll eine zügige Erweiterung der Standorte und Nutzergebiete erfolgen.

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