Brennstoffzellen-Technologie

Marvin Meyke,

Mit Wasserstoff auf die Überholspur?

Elektromobilität gilt als entscheidendes Schlagwort, wenn es um die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf emissionsfreie Antriebsformen geht. Mit ihren langen Akkuladezeiten und der geringen Leistungskapazität, die nicht an die Reichweiten von Dieselfahrzeugen heranreicht, stellt batterieelektrische Mobilität keine optimale Alternative im Bereich der Nutzfahrzeuge dar. Ein weiterer Ansatz: Die Brennstoffzellentechnologie.

Alexander Heine, Geschäftsführer der CM Logistik Gruppe © Hauke Mueller Fotografie

In der Nutzfahrzeugbranche existiert nur eine überschaubare Anzahl umweltfreundlicher Alternativen. Beispielsweise wird Flüssigerdgas (LNG, natural liquefied gas) oft als umweltfreundliche Alternative zu Diesel gehandelt. Als erster Hafen in Europa gilt Rotterdam als Bunker Port für LNG, von dem unter anderem auch Deutschland seine Ressourcen bezieht. Doch als fossiler Brennstoff mit einer ebenfalls endlichen Verfügbarkeit lässt sich bei LNG vielmehr nur von einer Zwischenlösung ausgehen. Besonders interessant für den Nutzfahrzeugbereich entpuppt sich Wasserstoff beziehungsweise die Brennstoffzellentechnologie. Nicht nur schnelles Tanken, sondern auch Reichweiten, die an jene fossiler Verbrennungsmotoren anknüpfen können, ermöglicht das Verfahren.

"Im Hinblick auf die Mobilitätswende im Nutzfahrzeugbereich handelt es sich hierbei um eine ernst zu nehmende Alternative zu den batterieelektrischen Antrieben. Große Fahrzeuge bedürfen entsprechend massiver Akkus, um die erforderliche Leistung zu erbringen, weshalb der Rückgriff auf Brennstoffzellen zur Energiebereitstellung hier chancenreich erscheint", erläutert Heine, Geschäftsführer der CM Logistik Gruppe.

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Zehn Jahre dauert die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie bereits an. Seit die Volksrepublik China die Förderung des Verfahrens auf die staatliche Agenda gesetzt hat, nimmt der Prozess jedoch Fahrt auf. Trotzdem gibt es im Bereich Wasserstoff noch Optimierungsbedarf: Zwar übersteigt der Wasserstoff-Laster in seiner Reichweitenkapazität den E-Truck, dennoch lassen sich bei gleichem Tankvolumen noch keine vergleichbaren Werte zu einem herkömmlichen Verbrenner erreichen. Auch an der Größe der Wasserstofftanks gilt es künftig noch zu feilen. Preislich bewegt sich das Kilo Wasserstoff auf dem Niveau fossiler Treibstoffe, wegen seiner hohen Energiedichte eignet sich Wasserstoff besonders für die Beförderung hoher Lasten über lange Strecken. „Aufgrund der bislang sehr dünnen Infrastruktur bedarf es hier unbedingt eines Ausbaus, um das volle Potenzial des Wasserstoffs für die Mobilitätswende nutzen zu können“, wie der Experte für Containerlogistik darlegt. Ob die Zukunft schließlich mit Wasser fährt, hängt derzeit von der Batterieentwicklung im Bereich

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