IoT in der Logistik

Marvin Meyke,

Datengold der Logistik - Tracking macht Paletten smart

Verluste oder verzögerte Lieferungen von Waren verursachen in der Logistik jährlich Schäden im Milliardenbereich. Intelligent vernetzte Paletten sollen Abhilfe schaffen.

Der eingebaute Low Cost Tracker liefert Daten über die Position der Palette oder des Ladungsträgers, erkennt Bewegungen und misst den Temperaturverlauf. © Telekom

Wegen fehlender oder falscher Informationen erreichen 30 Prozent aller Lieferungen weltweit nicht rechtzeitig ihr Ziel. Telekom, Fraunhofer IML und EPAL stellen eine neue Generation der standardisierten Palette auf dem Deutschen Logistik-Kongress vor. Diese intelligent vernetzten Paletten sollen eine gezieltere  Gütertransport über Wasser, Schiene und Straße ermöglichen. Mittels eines eigebauten sogenannten Low-Cost-Trackers können die Position bestimmt sowie Bewegung, Schockeinwirkungen und Temperaturverlauf abgerufen werden. 500 der smarten Ladungsträger haben die Partner im Praxiseinsatz.

Hohes Potential für Digitalisierung

„Mit den intelligenten Paletten beginnt für EPAL eine neue Ära. Entscheidend für uns ist das Innovationspotential durch die neue Verfügbarkeit von Daten. So können wir unseren Kunden zuverlässige Mehrwerte bieten und ein für uns nachhaltiges Geschäftsmodell schaffen", so Ingo Mönke, Vorstandsvorsitzender der GPAL, des deutschen Nationalkomitees der European Pallet Association e.V.. Der Low-Cost-Tracker wurde bei EPAL als einem der ersten Kunden eingebaut. Allein in Europa hat die Vereinigung mehr als 500 Millionen Paletten im Umlauf, weshalb die Lösung über enormes Digitalisierungspotential verfügt.

Anzeige

Die Tracker sind robust und lassen sich praktisch in jeden Ladungsträger einbauen. „Der Low-Cost-Tracker macht Ladungsträger intelligent und hebt das Datengold der Logistik. Das wird der entscheidende Wettbewerbsvorteil in der Logistik. Für eine Skalierung im Milliardenbereich ist ein weltweiter Standard mit einer sicheren Zertifizierung und Authentifizierung, zum Beispiel per SIM-Karte, ebenso unerlässlich wie auf lange Sicht garantierte, stabile Netze, konkurrenzfähige Preise und Flatrates" erläuterte Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML. Die Vernetzung von Geräten wird voraussichtlich stark zunehmen. Nach Expertenschätzungen werden in den nächsten Jahren weit über eine Milliarde Geräte pro Jahr Teil des IoT.

Auf dem Deutschen Logistikkongress in Berlin können sich Interessierte über das Projekt informieren. Vom 17. bis 19. Oktober zeigen die Partner erstmals live den Weg der intelligenten Paletten im Raum Bellevue am Stand B/05.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem LT-manager NEWSLETTER

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite