Notfallversorgung per Drohne

Marvin Meyke,

Wingcopter gewinnt Drohnenwettbewerb

Wingcopter wurde zum Sieger beim Drohnenwettberwerb der Weltbank zum Sieger in der Kategorie “Emergency Delivery” gekürt. Zusätzlich erhielt Wingcopter einen Sonderpreis für seine Sicherheitsvorkehrungen.

© Wingcopter

Als Gewinner erhält das Unternehmen ein Preisgeld in Höhe von GBP 65.000. Der Flug-Wettbewerb wurde im Rahmen des African Drone Forum 2020 ausgetragen, das im Februar 2020 erstmalig in Ruanda stattgefunden hat. Die  Veranstaltung zielte darauf ab, das Potenzial autonomer Drohnenlieferungen für die Versorgung isolierter Gemeinden und ländlicher Gebiete in ganz Afrika aufzuzeigen. Für die Challenge hatten sich 92 Drohnenfirmen aus 35 Ländern beworben. Zehn Unternehmen wurden letztendlich eingeladen, ihre Fähigkeiten in realen Szenarien am Kivu-See in West-Ruanda unter Beweis zu stellen.

Wingcopter konnte die Expertenjury während der dreiwöchigen Flugübungen überzeugen, zu der die voll-autonome Lieferung eines Notfallpakets vom Festland zur Insel Bugarura und die sichere Rückkehr zum Startpunkt gehörten. Der Hin- und Rückflug betrug 40 Kilometer und wurde „beyond visual line of sight“ (BVLOS) und ohne Batteriewechsel absolviert. Die Wingcopter-Drohnen benötigten für den Flug zur Insel zwölf Minuten, gegenüber den mindestens 50 Minuten, die ein Boot für dieselbe Strecke braucht. Am Übergabeort war weder Landung noch menschliche Interaktion nötig, da das Paket mit Hilfe eines innovativen Windenmechanismus abgelassen wurde. Wingcopter hatte diese Art der Lieferung bereits erfolgreich in Vanuatu eingesetzt, wo im Auftrag des lokalen Gesundheitsministeriums und in Zusammenarbeit mit UNICEF 19 abgelegene Dörfer auf Abruf mit Impfstoffen versorgt wurden.

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„Wir sind sehr stolz auf den Sieg bei der Lake Kivu Challenge, da dieser Wettbewerb und das African Drone Forum den innovativen Geist humanitärer Hilfe und der afrikanischen Drohnen-Community sowie das große Potenzial für nachhaltige Drohneneinsätze verkörpern. Wir sind der festen Überzeugung, dass Wingcopter-Drohnen zur Überwindung bestehender infrastruktureller Probleme beitragen und so einen erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Nutzen in Afrika und anderswo erzielen können", kommentiert Tom Plümmer, CEO und Mitgründer von Wingcopter.

„Wingcopter strebt den Aufbau langfristiger Beziehungen zu lokalen Regierungen und Geschäftspartnern sowie Geberorganisationen in ganz Afrika an“, fügt Selina Herzog, Projekt-Managerin bei Wingcopter, hinzu. „Durch diese Partnerschaften werden wir den Wissensaustausch und die Ausbildung lokaler Arbeitskräfte fördern und so unsere Partner befähigen, eigene, skalierbare Projekte auf die Beine zu stellen. Wir wollen, dass unsere Technologie den Gemeinden, in denen wir tätig sind, nachhaltig hilft und neue Perspektiven schafft."

Wingcopter hat  zudem vor Kurzem eine kommerzielle Partnerschaft mit UPS Flight Forward verkündet, deren Ziel die gemeinsame Entwicklung der nächsten Generation von Paketdrohnen ist. Die Kombination aus der Erfahrung des Logistikriesens und dessen globalen Netzwerks mit der kontaktlosen Drohnen-Liefertechnologie von Wingcopter wird die beiden Unternehmen in eine bessere Position versetzen, um auch ihren Beitrag im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu leisten. Das Unternehmen bereitet derzeit mehrere Projekte mit Corona-Bezug vor.

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