Fachkonferenz

Martin Schrüfer,

Air Cargo Day am Budapest Airport: Digitialisierung jetzt!

Zur ersten ungarischen Air Cargo Day Konferenz kamen über 100 Entscheider aus dem Luftfrachtgeschäft der gesamten Region am Budapest Airport zusammen. Die Experten entlang der gesamten Luftfrachtkette diskutierten auf der internationalen Veranstaltung über die aktuellen Themen der Branche, mit besonderem Fokus auf deren Digitalisierungspotenzial.

Von links nach rechts Jost Lammers, Anca Apahidean und Zsolt Veron. © Budapest Airport

Die Veranstaltung wurde von der International Air Transport Association (IATA) und dem Flughafen Budapest organisiert. An der Veranstaltung nahmen verschiedenste Akteure der Branche, darunter Behörden, Spediteure, Fluggesellschaften und Bodenabfertigungsagenten, teil, um im Rahmen von Podiumsdiskussionen, wichtige aktuelle Herausforderungen der Branche zu erörtern.

Zu den Hauptthemen zählten das Digitalisierungspotenzial der Luftfracht sowie technologische Innovationen. Die Tatsache, dass die durchschnittliche Beförderungszeit der Luftfracht sechs Tage beträgt, allein ein Viertel davon jedoch auf Grenzkontrollen und verschiedene administrative Prozesse entfällt, verdeutlicht das enorme Potenzial. Es ist daher unabdingbar Innovationen einzuführen, die solche Prozesse beschleunigen und die Transparenz erhöhen.

Anca Apahidean, Gebietsleiterin der IATA für Osteuropa, betonte in ihrer Eröffnungsrede: „Ein Drittel der internationalen Sendungen erfolgt derzeit auf dem Luftweg und der Frachtsektor unterstützt insgesamt 65 Millionen Arbeitsplätze weltweit. Damit die Branche ihre Wettbewerbsfähigkeit beibehält, sollten neben Bestrebungen zur Digitalisierung auch die Abwicklungsprozesse automatisiert werden, da diese in der Luftfracht in den letzten zwanzig Jahren unverändert geblieben sind.“

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„Ohne eine starke Logistik-Gemeinde und effektive Zusammenarbeit, wäre ein Wachstum der Luftfracht am Budapest Airport unmöglich gewesen. Die Unterstützung der ungarischen Regierung und der Behörden waren und sind für uns dabei unverzichtbar“, sagte Jost Lammers, CEO des Flughafen Budapest, in seiner Eröffnungsrede. Er betonte, dass das ungarische BIP-Wachstum von über 5 Prozent und die Expansion der Automobil- und Pharmaindustrie optimistisch stimmen, obwohl das Volumen der Luftfracht in der Region zurückging. Die Menge, der am Budapest Airport abgefertigten Luftfracht wird 2019 voraussichtlich 150.000 Tonnen erreichen. Dies zeigt auch, dass die BUD Cargo City genau zur richtigen Zeit kommt. Das neue Logistikcenter soll bis Ende des Jahres an den Flughafen übergeben werden.

Zsolt Veron, der Leiter der Aufsichtsabteilung des Ministeriums für Innovation und Technologie, betonte, dass der Budapest Airport eine der bedeutendsten Frachtzentren in der Region werden könnte. Dabei spiele das Flughafen-Management eine entscheidende Rolle. „Die Aufgabe der Regierung ist es, ein berechenbares Umfeld für Investitionen zu schaffen und Prozesse zu vereinfachen“, sagte er, und fügte hinzu: „Der Flughafen Budapest erreicht die obere Grenze seiner Umschlagskapazität, weshalb, zusätzlich zu den bereits angekündigten Cargo-Entwicklungsprojekten, weite Investitionen erforderlich sind.“

Zum Abschluss der Konferenz besuchten die Teilnehmer die im Bau befindliche Cargo City. Der Logistikkomplex des Budapest Airports ist ein 46 Millionen Euro schweres Projekt, das vollständig vom Flughafenbetreiber finanziert wird. Das bis Ende des Jahres fertiggestellte Projekt ermöglicht den Luftfrachtunternehmen noch effektiver zusammenzuarbeiten. Allein für das Frachtgeschäft sind rund 2.000 Mitarbeiter am Flughafen direkt beschäftigt, weitere 10.000 Mitarbeiter sind indirekt im Frachtgeschäft tätig.

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