Nachhaltigkeitsbericht 2019 veröffentlicht

Martin Schrüfer,

Daimler plant den Spurwechsel

Unter dem Titel „SpurWechsel“ erschien am 22. April der Nachhaltigkeitsbericht 2019 der Daimler AG. Dabei ist der Name SpurWechsel Programm. Es geht um die nachhaltige Transformation von Daimler.

© Daimler

Folgende Schwerpunkte setzt das Unternehmen bei seinem SpurWechsel:

  • CO2-neutrale Mobilität bis 2039
  • Entkoppelung von Ressourcenverbrauch und Wachstum des Geschäftsvolumens
  • Innovative Mobilitäts- und Verkehrslösungen für lebenswerte Städte
  • Mehr Sicherheit im Straßenverkehr
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Daten
  • Verantwortung für die Wahrung der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette

Zum SpurWechsel gehört auch der Einstieg in grüne Finanzierung, zum Beispiel durch Grüne Anleihen. Solche Instrumente schaffen neue Möglichkeiten, die Zukunftsinvestitionen für CO2-neutrale Technologien zu stemmen. Gleichzeitig bieten sie umweltorientierten Investoren die Chance, sich an den ambitionierten Nachhaltigkeitsprojekten von Daimler direkt zu beteiligen. Daimler unterstützt damit den Green Deal der EU, der unter anderem zum Ziel hat, institutionelle Investoren zu motivieren, mehr Kapital in kohlenstoffarme und klimaneutrale Projekte zu lenken.

Ambition 2039: CO2-neutral bis 2039

Von zentraler Bedeutung ist für Daimler, den CO2-Ausstoß zu verringern. Deshalb strebt der Konzern bis 2039 weltweit eine CO2-neutrale Pkw-Neuwagenflotte an. Als wichtigen Schritt will Daimler die Absatzzahlen von Pkw mit Plug-in-Hybridantrieb und rein elektrischem Antrieb erhöhen, bis 2030 auf über 50 Prozent. Ebenfalls bis 2039 sollen auch alle neuen Nutzfahrzeuge in Europa, Japan und Nordamerika im Fahrbetrieb CO2-neutral sein. Ähnlich sehen die Pläne bei Mercedes-Benz Vans aus.

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Konsequenter Weg in Richtung Umweltschutz

Im vergangenen Jahr konnte der Konzern im Sinne des SpurWechsels eine Reihe wichtiger Nachhaltigkeitsziele realisieren: So erreichte das Unternehmen beispielsweise in der Produktion bereits 2019 seine langfristigen CO2-Reduktionsziele für das Jahr 2020. „Unser konsequenter Weg in Richtung Klimaschutz wurde uns 2019 wissenschaftlich von der Science Based Targets Initiative bestätigt: Unsere CO2-Ziele stehen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Zudem motivieren wir unsere Partner und Lieferanten dazu, sich ähnlich ambitionierte Ziele zu setzen“, so Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung, Einkauf und Lieferantenqualität sowie Co-Vorsitzender des Group Sustainability Board, das höchste Nachhaltigkeitsmanagement-Gremium der Daimler AG.

Auch konnte Daimler den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Menge zu entsorgender Abfälle in der Produktion in den vergangenen Jahren pro Fahrzeug über alle Sparten hinweg reduzieren. Bei Mercedes-Benz Cars fallen heute je produziertem Fahrzeug 25 Prozent weniger Abfälle zur Entsorgung an als in den Jahren 2013/2014. Der Energieverbrauch ging um zehn Prozent zurück. Nachhaltigkeitspreise aus dem Jahr 2019 für die beiden Mercedes-Benz Stadtbusse eCitaro und Citaro hybrid und den Doppelstock-Reisebus TopClass S 531 DT der konzerneigenen Busmarke Setra bestätigen den Kurs weiter. Der Mercedes-Benz eCitaro wurde im Dezember 2019 zudem als erster vollelektrisch angetriebener Stadtbus mit dem renommierten Umweltzeichen „Blauer Engel“ der Bundesregierung ausgezeichnet.

Menschenrechte im Fokus

Einen hohen Stellenwert hat für Daimler die Wahrung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette. Der Konzern bekennt sich unter anderem zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zum Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung. Um seiner Verantwortung gerecht zu werden, führt das Unternehmen risikobasierte Sorgfaltsprüfungen durch – und unterzieht Lieferketten bei Rohstoffen wie Kobalt ausgiebigen Kontrollen bis hin zu den Minen.

Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Integrität und Recht sowie Co-Vorsitzende des Group Sustainability Board: „Nachhaltigkeit fordert uns immer wieder neu heraus. Deshalb haben wir nachhaltiges Handeln fest in unserer Verhaltensrichtlinie verankert. Zudem beschäftigen wir uns schon heute mit den strategischen Zukunftsthemen von morgen. Dazu gehören zum Beispiel unsere vier Prinzipien für Künstliche Intelligenz: Verantwortungsvoller Einsatz, Erklärbarkeit, Schutz der Privatsphäre sowie Sicherheit und Zuverlässigkeit von Anwendungen.“

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