Zukunftskongress Logistik gestartet

Dortmund, 06.09. – Im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen hat am Vormittag des 6. September der Zukunftskongress Logistik begonnen. An zwei Tagen diskutieren rund 400 Teilnehmer, passend zum Veranstaltungsnamen, über die Zukunft der Logistik.

Der Zukunftskongress Logistik ist unter diesem Namen neu, zuvor war er seit 28 Jahren unter dem Namen „Dortmunder Gespräche“ fest im Terminkalender der Logistikbranche verankert. Neu ist nicht nur der Name, erstmals werden in Parallelsequenzen auch Themen aus dem Umfeld des EffizienzCluster LogistikRuhr diskutiert. Los ging’s am Dienstag vormittag mit begrüßenden Worten von Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML und von Dr.-Ing. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung der EffizienzCluster Management GmbH. ten Hompel wiederholte zum einen seinen Appell an die Logistikunternehmen, ein Prozent ihrer Umsätze für die Forschung zur Verfügung zu stellen und betonte zum anderen die gestiegene Komplexität der Gesellschaft und der von ihr benötigten und gewünschten Logistik: „Mit zentralen Ansätzen wird man der Komplexität nicht mehr gerecht.“ 

Frank Wiemer, Vorstandsmitglied der REWE Group, pflichtete ten Hompel bei, erklärte aber gewohnt optimistisch: „Die Zukunft ist planbar und keine Utopie“. Im Laufe seiner Keynote gab Wiemer Einblick in die Bemühungen von REWE, diese Zukunft planbar zu machen. So beteiligt sich der Handelsriese beispielsweise an zwei Forschungsprojekten im Rahmen des EffizenzClusters (Urban Retail und smartTY). Was den Online-Handel mit Lebensmitteln angeht, habe man aber den Stein der Weisen noch nicht gefunden: „Der große Wurf in diesem Bereich ist noch keinem gelungen“, erklärte Wiemer selbstkritisch. Dr. Hansjörg Rodi referierte im Anschluss über „Innovation und Business Exzellence in der Logistik“ und Claus Peter Neumann, Zukunftsforscher bei der Volkswagen AG, stellte neue Ideen zum Thema Auto und Verkehr aus der Sicht des Fahrzeugherstellers vor. „Wir benötigen eine flexible, robuste und exakte Mobilität und das gleiche gilt auch für die Logistik“, baute Neumann seine Brücke zur Branche auf: „Wir haben viele gemeinsame Ziele“.

Der Zukunftskongress Logistik läuft noch bis 7. September. „LT-manager“ ist Medienpartner der Veranstaltung.

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss