Wilhelmshaven macht Eurogate Kummer

Bremen, 16.04.13 – Der EUROGATE-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 sowohl den Konzernumsatz von 654 Millionen Euro als auch den Containerumschlag von 13,3 Millionen TEU auf Vorjahresniveau stabil halten. Der Konzernjahresüberschuss ging „aufgrund der Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem Bau und der Inbetriebnahme des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven sowie eines rückläufigen Beteiligungsergebnisses erwartungsgemäß“ zurück und betrug 55 Millionen Euro.

Die Investitionen waren mit 159 Millionen Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr. EUROGATE ist an den drei deutschen Seehafen-Standorten Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven sowie an acht weiteren ausländischen
Containerhäfen aufgestellt.

Bremerhaven entwickelte sich im Jahr 2012 gegen den Trend mit einem Umschlagszuwachs von 3%. Das größte Containerschiff der Welt, die CMA CGM Marco Polo, läuft den Hafen mittlerweile regelmäßig an. Erfolge erzielte Bremerhaven auch im Umschlag und in der Lagerung von On- und Offshore-Windkraftanlagen. Der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven wird sein Angebot als Basishafen für Windkraftkomponenten im laufenden Geschäftsjahr weiter ausbauen und seine Leistungsstärke in diesem Segment unter Beweis stellen.

Auch in Hamburg investiert EUROGATE weiter in seinen Standort. Im März 2013 wurden zwei neue Containerbrücken angeliefert, die die Abfertigung von Großcontainerschiffen noch effizienter und produktiver gestalten werden. Der Planfeststellungsbeschluss für die Westerweiterung des Hamburger Terminals wird in Kürze erwartet. Die an den Terminal angrenzende Fläche ist die wertvollste Erweiterungsfläche im Hamburger Hafenund liegt direkt an der Elbe, strategisch günstig an der Hafeneinfahrt, da Großcontainerschiffe komplizierte Manöver oder zeitlich aufwändige Fahrten durch Kanäle und Hafenbecken vermeiden können.

Thomas Eckelmann, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung: „EUROGATE hat die Herausforderungen des schwierigen Marktumfelds angenommen und konnte die Umschlagsmengen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stabil halten. Der Konzern ist aufgrund seiner verschiedenen Standorte für die Zukunft gut aufgestellt. Der Ausblick auf 2013 ist angesichts der Unsicherheiten der Weltwirtschaft, insbesondere der europäischen Staatsschuldenkrise, verhaltend. Wir werden achtsam Kurs halten, „fahren aber auf Sicht“ und können jederzeit flexibel auf Veränderungen reagieren. Die schleppende Umsetzung von wichtigen Infrastrukturprojekten stellt nach wie vor ein Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Die immer noch nicht erfolgten Fahrrinnenanpassungen der Elbe und der Weser, die Sanierung des Nord-Ostseekanals und der Bau der Küstenautobahn A20 stehen ganz oben auf einer Liste von Projekten, die dringend realisiert werden müssen.“ red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss