Wieder Kritik am Havarie-Management der TMS Waldhof

Mannheim, 07.03. – Neue Kritik am Havarie-Management des Mitte Januar auf dem Rhein bei dem Loreley-Felsen verunglückten Schwefelsäure-Tankers „Waldhof“: Roland Hörner, Geschäftsführer des Hafens Mannheim und Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Öffentlichen Binnenhäfen e.V. (BÖB), hält die 23-tägige Sperrung „für nicht zumutbar“.

Roland Hörners Gastkommentar hält in einem Gastkommentar für die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift „Binnenschifffahrt“ „die Sperrung einer der wichtigsten Wasserstraßen Europas über einen Zeitraum von 23 Tagen weder für die Binnenschifffahrt noch für die Häfen für zumutbar“. Bei den Partikulieren hinge deren berufliche Existenz von der Auslastung ihres Schiffes ab. Hier könne dieser Unfall noch weitreichende finanzielle Folgen haben, für die meistens keine Versicherung aufkommen werde. Hörner: „Ich frage mich aber auch, ob die Räumung bei Schiene oder Straße so lange gedauert hätte. Lag es nur daran, dass die Binnenschifffahrt weniger Öffentlichkeit hat?“ Für das Havarie-Management verantwortlich war das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen, das zur Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz gehört.

Roland Hörners Kritik ist der zweite kritische Beitrag zum Thema, am 10. Februar hatte sich auch die Europäische Hafenvereinigung ESPO zu Wort gemeldet. red

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