Umweltpreis geht an Hamburg

Hamburg, 06.12.13Die Hamburg Port Authority (HPA) hat mit einer umweltfreundlichen Idee für den Straßenbau den HanseGlobe 2013 gewonnen. Der bundesweit von der Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) ausgeschriebene Nachhaltigkeitspreis zeichnet innovative Lösungen in der Logistik aus.

Die Auszeichnung wurde heute von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, dem Vorsitzenden der Logistik-Initiative Hamburg, Professor Dr. Peer Witten, und dem Geschäftsführer der Hermes Logistik Gruppe, Dr. Philip Nölling, an die HPA verliehen. Eine unabhängige Jury aus Vertretern der deutschen Wirtschaft und des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) überzeugte bei dem Siegerkonzept die Idee, die Lieferung von Asphalt zur Erneuerung von Straßendecken im Hamburger Hafen mit einem in der Bundesrepublik einmaligen, innovativen Anreizsystem zum Umweltschutz zu verbinden.

 So müssen Firmen, die sich bei der HPA um einen Auftrag zur Lieferung von Asphalt bewerben, nachweisen, woher sie Zusatzstoffe wie Splitt, Sand, Bitumen und Additive beziehen. Im Vergleich zur herkömmlichen, hauptsächlich preisbezogenen Angebotsbewertung fließen bei dem neu konzipierten Vergabeverfahren der HPA die Wahl der Transportmittel sowie die Entfernung zum Herkunftsort der Baustoffe und zum regionalen Mischwerk mit in die Bewertung des Angebotes ein. Über Umrechnungstabellen werden die beim Transport eingesparten CO2-Emissionen errechnet, so dass Angebote von Asphaltlieferanten auch unter ökologischen Aspekten bewertet werden können.

 „Das innovative Anreizsystem schont nachweislich Ressourcen, wie Gestein und Erdöl, und reduziert CO2-Emissionen“, erläutert Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA. „Außerdem stellt sich die Bauweise im Vollrecyclingverfahren gegenüber konventioneller Bauweise um bis zu 30 Prozent kostengünstiger dar. Wirtschaftlichkeit und Ökologie gehen Hand in Hand und stützen einander.“ Umgesetzt wurde das Konzept im Hamburger Hafen im Sommer 2013 bei der Erneuerung eines 10.000 Quadratmeter großen Straßenabschnitts der Haupthafenroute am Veddeler Damm. Hier wurden 60 Prozent Rohstoffeinsparungen erzielt und CO2-Emissionen in Höhe von 4,6 Tonnen vermieden. red

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