Turnaround bei Hapag-Lloyd?

Hamburg, 14.08.12 – Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd sieht sich wirtschaftlich auf einem guten Kurs – einige Zahlen aus dem Geschäftsbericht des zweiten Quartals belegen dies. Dennoch lag das Konzernergebnis bei 7,3 Millionen Euro Verlust.

Auf der positiven Seite im zweiten Quartal stehen ein Plus beim Umsatz von 21 Prozent (1,8 Mrd. Euro), beim Transportvolument (plus zwei Prozent; 1,36 Mio. TEU) und bei der durchschnittlich erzielten Frachtrate (plus 7,4 Prozent; 1.594 USD/TEU). Das EBITDA lag bei „rund 102 Millionen Euro“, das bereinigte EBIT bei 30,8 Millionen Euro (plus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und das Konzernergebnis, wiegesagt, bei minus 7,4 Millionen Euro.

Hapag-Lloyd musste im zweiten Quartal eine massive Steigerung der Transportaufwendungen (+26 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresquartal verkraften, wofür vor allem die stark gestiegenen Energiepreise verantwortlich waren. Der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis lag im zweiten Quartal mit 694 USD/Tonne nochmals deutlich über dem bereits hohen Wert des zweiten Quartals 2011 (609 USD/Tonne) sowie gravierend über den Durchschnittswerten der Vorjahre (2011: 605 USD/t bzw. 2010: 453 USD/t).

„Hapag-Lloyd hat das Ratenniveau im zweiten Quartal sehr erfolgreich anheben können. Wir sind damit nach dem saisonal ohnehin schwachen ersten Quartal operativ wieder profitabel, weil wir über ein sehr effizientes Kostenmanagement verfügen und konsequent auf Preisqualität statt auf Transportmenge gesetzt haben. Die weiter gestiegenen Aufwendungen für Bunker und andere Energiekosten verhindern jedoch eine weitere Verbesserung des Ergebnisses“, sagte Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstandes von Hapag-Lloyd.

Hapag-Lloyd strebt für das laufende Geschäftsjahr nach eigenen Angaben wieder ein positives operatives Ergebnis an.

Über Martin Schrüfer 1298 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss