Reederei Offen: Notverkauf von 14 Schiffen

SANTA_belinaHamburg, 23.01.13 – Düstere Nachrichten von der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen: Die Sanierung des Fonds „Santa B“ ist gescheitert, jetzt folgt der Notverkauf von nicht weniger als 14 Schiffen.Insgesamt sind rund 7.000 Anleger betroffen, schreibt das „Hamburger Abendblatt“. Diese hätten sich im Schnitt mit rund 20.000 bis 30.000 Euro an den Schiffen beteiligt (aufgelegt wurde der Fonds von der MPC Münchmeyer Peter Capital AG), jetzt droht der Totalverlust, da nach dem Verkauf – wie immer – zunächst die Banken bedient werden. Des weiteren wird in Fachkreisen bezweifelt,ob die Verkaufserlöse ausreichen werden, die Kredite der Banken vollständig zu bedienen.

Die Schiffe (im Bild die „Santa Belina“, Copyright: Reederei Offen) waren unrentabel geworden, nachdem die Frachraten abgestürzt waren. Ein Versuch, bei den Anlegern neues Geld einzuwerben zur Überbrückung, zeigte im vergangenen Jahr nicht die erwünschte Wirkung. Statt der benötigten 23,7 Millionen Euro waren nur 6,6 Millionen Euro – davon 2,4 von der Reederei Offen – zusammengekommen. Die Reederei selbst wird durch den Notverkauf nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro verlieren. Die zu Verkauf stehenden Schiffe der „Santa B“-Klasse haben zwischen 1.800 und 2.800 Containerstellplätzen. Auf der Schiffsliste der Reederei stehen aktuell 99 Schiffe. ms

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