Ramsauer diskutiert bei der transport logistic

München, 11.03. – „Zwischen Ökogewissen und Ökonomiezwang – wie viel Grün kann (sich) die Logistik leisten?“ lautet das Thema der Auftaktveranstaltung der transport logistic am 10. Mai. Bundesverkehrsminister Ramsauer diskutiert mit Bahn-Chef Grube, Lufthansa Cargo Vorstandsvorsitzenden Garnadt und weiteren Branchenexperten.Grüne Logistik schafft Wettbewerbsvorteile. Hierin sind sich Politik und Wirtschaft einig: „Die Bundesregierung ermöglicht den reibungslosen Transport von Waren und schafft damit die Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung, gleichzeitig haben wir Umwelt- und Klimaschutzbelange im Blick. Wir setzen dabei nicht auf Zwangsmaßnahmen, sondern vielmehr darauf, dass alle Akteure selbst ein ,Ökogewissen’ entwickeln“, sagt Andreas Scheuer, Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Denn „wer langfristig bei den Transport- und Logistikprozessen Kosten minimieren will, muss auch die Umweltkosten berücksichtigen“.

Wichtige Schritte in diese Richtung wurden bereits getan, etwa durch die Optimierung der Auslastung und der Touren. Das führt zu weniger CO2-Emissionen. Wie der Staatssekretär betont, haben viele Unternehmen die grüne Logistik als Wettbewerbsvorteil erkannt. Sie profitieren auch von dem steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Kunden. „Unser Aktionsplan Güterverkehr und Logistik leistet zudem einen wichtigen Beitrag, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir fördern den Kombinierten Verkehr, standardisieren CO2-Berechnungsverfahren oder kümmern uns um den städtischen Verkehr – für eine bessere Vereinbarkeit von Wirtschaft und Ökologie“, so Scheuer.

„Wer ein ökologisches Gewissen für sich beansprucht, ist in erster Linie zum Handeln verpflichtet“, lautet das Credo von Klemens Rethmann, Vorstandsvorsitzender der Rhenus AG, der ebenfalls an der Auftaktdiskussion der transport logistic teilnimmt. „Unser Ziel ist es, dass Worte wie „Nachhaltigkeit“ oder „Ökobilanz“ nicht zu Floskeln verkommen, sondern in der Arbeit für den Kunden umgesetzt werden“.

„Aus unserer Sicht ist oft der ökonomischste Weg gleichzeitig auch der umweltbewussteste“, betont Rethmann. In der Praxis bedeutet dies die Bündelung von Güterströmen, die multimodale Verknüpfung von Verkehren und die hohe Auslastung der Logistikanlagen. Zudem bemesse sich der ökologische Fußabdruck nicht allein am Einsatz von schadstoffärmeren Fahrzeugen oder dem Bau nachhaltig konzipierter Gebäude, „was wir als Rhenus ebenfalls forcieren“, sondern auch am effizienten Gebrauch der vorhandenen Strukturen. So leiste Rhenus beispielsweise mit Contargo „Pionierarbeit bezüglich von CO2-Verbrauchsmessungen in der Binnenschifffahrt, die wie die Schiene erhebliche Potentiale für wirtschaftlich rentable und Ressourcen schonende Transportleistungen bietet“. Rethmann ist überzeugt: „Für ,Grüne Logistik’ gilt es aus unserer Sicht Populismus zu vermeiden, sondern die Situation für das einzelne Projekt gründlich zu analysieren und zu diskutieren.“ red

10. Mai, 10:30 Uhr: Zwischen Ökogewissen und Ökonomiezwang – wie viel Grün kann (sich) die Logistik leisten?

Moderation: Katja Dofel, Leiterin des n-tv Börsenstudios

Podiumsdiskussionsteilnehmer:
– Karl Ulrich Garnadt
, Vorstandsvorsitzender, Lufthansa Cargo AG
– Dr. Rüdiger Grube
, Vorsitzender des Vorstands, Deutschen Bahn AG
Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Klemens Rethmann, Vorstandsvorsitzender, Rhenus AG & Co. KG
Gerhard Riemann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Imperial Logistics International GmbH

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss