Praeferenzrecht auf CD dank AEB

 Stuttgart, 04.07.12 – In einem neuen Hörbuch informiert der Stuttgarter Softwarespezialist AEB gemeinsam mit dem Münchener Fachmagazin „Logistik Heute“ über Vorteile und Risiken des Präferenzrechts und weshalb exportierende und importierende Firmen sich damit befassen sollten.
Vom Versenden mit Präferenznachweis profitieren sowohl der Importeur, der weniger oder gar keinen Zoll zahlen muss, als auch das exportierende Unternehmen, das seine Produkte durch die Zollersparnis am ausländischen Markt günstiger anbieten kann – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Wer mit Präferenznachweis versenden will, muss nachweisen können, dass eine Ware zu mehr als 50 Prozent in der EU hergestellt wurde. Dahinter steckt der Wunsch, die europäische Wirtschaft zu stärken und bestimmte Wirtschaftsräume durch den verstärkten Warenaustausch profitieren zu lassen. Zudem sollen europäische Unternehmen von der Verlagerung ihrer Beschaffung und Produktion nach Fernost abgehalten werden. Die Europäische Union hat Präferenzabkommen z.B. mit der Schweiz, Südafrika, Tunesien, Mexiko und Südkorea vereinbart. Wie viel Zoll eine Firma sparen kann ist in dem jeweiligen Präferenzabkommen festgelegt.
Vor einem Lieferantenwechsel sollten Einkäufer deshalb bedenken, welche Auswirkungen dies auf den präferenzbegünstigten Export der Ware hat. Ein chinesischer Lieferant mag z.B. ein Computerbauteil wesentlich günstiger anbieten, doch das Einbauen des Teils in den Computer kann sich auf die Ursprungseigenschaft der Ware auswirken und den Präferenznachweis – und damit die Konkurrenzfähigkeit der Firma – gefährden. AEBs Zollexperte Dr. Ulrich Lison erklärt: „Den direkten Vorteil eines Präferenznachweises spürt der Importeur im jeweiligen Land, der weniger oder gar keinen Zoll zahlen muss. Führt z.B. ein südkoreanischer Autobauer Teile aus Deutschland ein, greift das zwischen der EU und Südkorea getroffene Freihandelsabkommen und der Importeur kann die Bremsen oder den Airbag zollfrei einführen. Doch auch das exportierende Unternehmen profitiert, wenn es seine Produkte mit Präferenznachweis versendet und durch die Zollersparnis am Markt günstiger macht. Können dies die Wettbewerber nicht, müssen sie einen Rabatt geben und an ihrer Marge drehen.“

Das neue Hörbuch „Präferenzrecht nutzen. Zoll sparen mit Präferenzabkommen.“ richtet sich an Einkäufer, Vertriebs- und Versandmitarbeiter sowie Entscheider in der Logistik und im
Beschaffungsmanagement. Einsteiger ins Thema erfahren, was Präferenzabkommen sind, wie viel Zoll der Importeur sparen kann, wie sich das Versenden von Waren mit Präferenznachweis auf die logistische Abwicklung auswirkt und ob sich die Nutzung des Präferenzrechts für ihr Unternehmen lohnt. red

 

Bibliografische Angaben:
AEB/LOGISTIK HEUTE
Präferenzrecht nutzen. Zoll sparen mit Präferenzabkommen
Stuttgart / München, AEB GmbH
Spielzeit: 67 Minuten
Weitere Informationen: www.aeb.de/hoerbuchwup

 

Über Martin Schrüfer 1245 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss