Oaktree vernichtet mehr als 600 Beluga-Arbeitsplaetze

Bremen, 25.05. – Man kann lange darüber spekulieren, was zum Untergang der Beluga Reederei geführt hat und wer daran Schuld trägt, seit gestern liegen grausame Fakten auf dem Tisch: So werden zum 1. Juni lediglich rund 135 der einst 671 Mitarbeiter noch auf der Lohnliste von Beluga oder dem Nachfolgeunternehmen Hansa Heavy Lift stehen.Während der gemeinsamen Pressekonferenz der vier beteiligten Insolvenzverwalter (siehe LT-manager vom 23.05.) wurde unter anderem verkündet, dass sich das Personal der Reederei dergestalt verändert hat:

671 Mitarbeiter einst
– 209 Mitarbeiter, die Auflösungsverträge unterschrieben haben
– 224 zum 1. Juni ausgesprochene Kündigunge
– 100 freie Mitarbeiter, die nicht mehr beauftragt werden …
—–
… macht 138 Mitarbeiter, von denen rund 65 befristet mit der Abwicklung der Beluga beschäftigt sein werden und 70 in der Nachfolgegesellschaft Hansa Heavy Lift. Das Unternehmen startet am 1. Juni in der Bremer Martinistraße, das ehemalige Firmengebäude von Beluga am Teerhof wird wohl verkauft. Hansa Heavy Lift startet mit 16 Frachtern (sieben gehören aktuell noch zu Beluga) und will mit sieben Neubauten dann auf final 23 Schiffe aufstocken. Vor dem Hintergrund der Kündigungen beziehungsweise Auflösungen der Arbeitsverträge erübrigt sich dast, dass Insolvenzverwalter Edgar Grönda von einer „vermutlichen Kriminalinsolvenz“ sprach und Oaktree-Chef Roger Iliffe Pläne dementierte, Niels Stolberg einzustellen. Kein guter Tag für die Branche … ms

Kommentar im „Weser Kurier“ zum Thema
Bericht der „NWZ“: „Der lächelnde Vollstrecker“

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss