MdB Valerie Wilms kritisiert Elbvertiefung

 

Valerie Wilms.

Hamburg/Berlin, 12.12.11 – So ganz mag man die Plausibilität Ihrer Argumente ja nicht abstreiten: Mit dem Verweis auf die immer größer werdenden Containerschiffe hat MdB Dr. Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen) die in Hamburg geplante Elbvertiefung kritisiert.

In einem Statement zur Genehmigung der Maßnahme durch die EU-Kommission schreibt Wilms:

Auch die Genehmigung der Elbvertiefung durch die EU-Kommission macht das Projekt nicht besser. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen sind zwar schön und gut, aber wann, wie und wo diese kommen, bleibt offen. Bevor ökologischer Ausgleich geschaffen ist, werden die Anrainer den Schaden haben, da die Elbe dann längst vertieft wurde. Hinzu kommt der zweifelhafte Sinn des Gesamtprojektes: Immer mehr Reeder bestellen Schiffe mit bis zu 18.000 Containern. Die werden auch nach der Vertiefung nicht auf der Elbe fahren können. Die großen Container-Schiffe werden Hamburg langfristig nicht mehr anlaufen. Mit der kostspieligen Vertiefung läuft man der Entwicklung hinterher. Problematisch bleibt, dass damit vor allem dem neuen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, dem künftigen Tiefwasserhafen Deutschlands, das Wasser abgegraben wird. Die deutschen Häfen schwächen sich damit gegenseitig. Lachende Dritte werden am Ende wohl Häfen wie Rotterdam und Antwerpen sein.

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