Lufthansa Cargos Gewinn schrumpft

Frankfurt, 28.03.2014 – Lufthansa Cargo hat im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 77 Millionen Euro erwirtschaftet, 28 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Zahlreiche Projekte des Zukunftsprogramms „Lufthansa Cargo 2020“ wurden konsequent vorangetrieben, die Flottenmodernisierung erfolgreich eingeleitet. 2014 soll das Ergebnis wieder deutlich steigen.
Lufthansa Cargo sei erfolgreich unterwegs, ihre Position als Europas führende Frachtfluggesellschaft im laufenden Jahr zu festigen und auszubauen, betonte der Vorstandsvorsitzende Karl Ulrich Garnadt bei der Jahrespressekonferenz in Frankfurt: „Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt, wollen bei der Tonnage um rund fünf Prozent wachsen und planen mit einem deutlich steigenden operativen Gewinn“, sagte Garnadt.

Der Cargo-Chef, der ab 1. Mai den Vorstandsvorsitz der Lufthansa Passage übernimmt, präsentierte bei Vorlage der Jahresbilanz 2013 ein operatives Ergebnis in Höhe von 77 Millionen Euro (2013: 105 Millionen Euro). Damit blieb Lufthansa Cargo weltweit eine der wenigen Frachtairlines, die sich in einem sehr schwierigen Marktumfeld klar in der Gewinnzone halten konnten. Viele Wettbewerber indes mussten ihr Frachtgeschäft im Zuge anhaltender Verluste deutlich schrumpfen oder ganz einstellen.

Die Nachfrage an den weltweiten Luftfrachtmärkten blieb im Vorjahr spürbar hinter den Erwartungen zurück. Der für Mitte des Jahres prognostizierte Aufschwung zeigte sich erst gegen Jahresende, mit positiven Entwicklungen vor allem auf den Fernoststrecken. In dieser schwierigen Phase setzte Lufthansa Cargo „wie in den Vorjahren“ sehr erfolgreich auf eine flexible und nachfrageorientierte Kapazitätssteuerung. Bei leicht rückläufiger Tonnage gelang der Frachtairline damit sogar ein Plus bei der Auslastung. Im Jahresdurchschnitt stieg der Nutzladefaktor auf im Branchenvergleich hohe 69,9 Prozent. Die Durchschnittserlöse blieben angesichts der schwachen Nachfrage allerdings unter Druck. Unterm Strich erwirtschaftete das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 2,4 Milliarden Euro, ein Minus von rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. ms

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss