Logwin transportiert in XXL

Foto: Logwin

Grevenmacher (Luxemburg), 26.07. – Zerlegt man eine Abluftanlage in möglichst kleine Teile, sind einige Bauelemente trotzdem noch eindrucksvolle 13,9 mal 4,4 mal 3,6 Meter groß. Logwin Air + Ocean bewies unlängst, dass ein Transport trotzdem möglich ist. Die Fracht, die das Unternehmen Dürr, Hersteller sogenannter RTO-Anlagen, nicht als regulären Transport abwickeln konnte, musste von Niemodlin (Polen) nach Ingelheim am Rhein gebracht werden – eine Strecke von insgesamt 830 Kilometern. Empfänger der überdimensionalen Sendung war das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. An Bord waren auch zwei Bauelemente mit den Maßen 10,0 x 4,4 x 3,2 Meter. Zusammen brachten die Anlagenteile 82.000 Kilo auf die Waage.

Foto: Logwin

Doch die größte Herausforderung lag nicht im Gewicht: „Diese Last gilt noch nicht mal als Schwertransport“, erklärt Holger Philipowski, Geschäftsführer der Logwin Air + Ocean Project GmbH. „ Anspruchsvoll an diesem Transport waren eher die Maße der Anlagenbauteile.“ Die Reise der Bauelemente wurde daher zu einer exklusiven Angelegenheit: Jedes der vier Colli bekam seinen eigenen Tieflader. Zahlreiche Planensattel waren ebenfalls mit von der Partie. Dank einer Sondergenehmigung zur Fahrt in der Sonntagnacht ließ sich die Strecke innerhalb von drei Tagen beziehungsweise Nächten bewältigen.

Foto: Logwin

Boehringer Ingelheim erweitert derzeit an seinem Ingelheimer Standort die Produktionskapazitäten für ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung. In diesem Zusammenhang benötigt das Unternehmen eine leistungsfähige und möglichst umweltverträgliche Luftfilteranlage. RTO-Anlagen reinigen die Produktionsabluft mittels thermischer Oxidation bei 800 bis 900°C. Die eingesetzte Energie wird mit Hilfe keramischer Wärmetauscher zum größten Teil systemintern zurückgewonnen. red

Über Martin Schrüfer 1294 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss