Kuehne und Nagel vergleicht sich mit US-Justizministerium

Karl Gernandt.

Washington, 06.10. – Teures Ende, aber immerhin ein Ende: Die Kühne + Nagel International AG hat einen Vergleich mit dem amerikanischen Justizministerium geschlossen. Dieses stellt die Ermittlungen ein, Kühne + Nagel bezahlt rund 10 Millionen Dollar.

Damit werden Vorwürfe beigelegt, dass Kühne + Nagel – neben anderen Unternehmen der internationalen Speditionsbranche – bestimmte Zuschläge bei Speditionsaktivitäten in die USA abgesprochen habe, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Gemäss dem Vergleich räumt Kühne + Nagel eine Verletzung des U.S. Sherman Acts ein, wonach fünf ihrer Tochtergesellschaften bestimmte Zuschläge bei internationalen Luftfrachtgeschäften erhoben haben. Das Unternehmen stimmt einer Buße in Höhe von rund zehn Millionen US-Dollar zu. Mit dem Vergleich schliesst das amerikanische Justizministerium die Untersuchungen bei Kühne + Nagel und seinen Tochtergesellschaften bzgl. internationaler Luftfrachtaktivitäten ab. Der Vergleich bedarf noch der Zustimmung des Gerichts.

„Kühne + Nagel hat während der gesamten Untersuchung sehr intensiv mit dem amerikanischen Justizministerium zusammengearbeitet. Das Unternehmen nimmt die Verpflichtung, sich an die Gesetze und die kartellrechtlichen Bestimmungen zu halten, sehr ernst. Ausserdem hat Kühne + Nagel sein Compliance-Programm überprüft und ausgebaut, um die Einhaltung höchstmöglicher Standards sicherzustellen“, sagte Karl Gernandt, Delegierter des Verwaltungsrats der Kühne + Nagel International AG.

 

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