Jungheinrich: moderater Start ins Jahr 2013

Hamburg, 08.05.13 – Der Jungheinrich-Konzern ist verhalten in das laufende Geschäftsjahr 2013 gestartet. Umsatz und Ergebnis blieben aufgrund der schwachen Nachfrage im 4. Quartal 2012 unter den Werten des Vorjahres zurück.

Positiv entwickelte sich hingegen der wertmäßige Auftragseingang, der gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. Auftragsbestand und Auftragsreichweite lagen damit deutlich über den Werten von Ende Dezember 2012. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Vorstand seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns, der alle Geschäftsfelder umfasst, war mit 587 Millionen Euro leicht im Plus (Vorjahr: 580 Millionen Euro). Dabei verzeichneten das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft, das Logistiksystemgeschäft sowie der Kundendienst Zuwächse. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 31. März mit 381 Millionen Euro um 29 Millionen Euro beziehungsweise 8 Prozent über dem Vorjahreswert von 352 Millionen Euro. Gegenüber dem Bestandswert zum Jahresende 2012 (298 Millionen Euro) ergab sich ein Aufbau um 83 Millionen Euro beziehungsweise 28 Prozent. Die Auftragsreichweite von knapp fünf Monaten ist Basis für eine solide Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf.

Aufgrund geänderter Bilanzierungsvorschriften sowie von Ausweisänderungen zur Erhöhung der Transparenz für die Berichterstattung ab 1. Januar 2013 hat Jungheinrich die Vergleichswerte für das 1. Quartal 2012 und das Geschäftsjahr 2012 angepasst. Auf vergleichbarer Basis ging der Konzernumsatz im 1. Quartal 2013, bedingt durch überproportional rückläufige Erlöse im Neugeschäft, um knapp 4 Prozent auf 514 Millionen Euro (Vorjahr: 533 Millionen Euro) zurück. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland gingen um 5 Prozent auf 141 Millionen Euro (Vorjahr: 149 Millionen Euro) zurück, während die Auslandsumsätze um 3 Prozent auf 373 Millionen Euro sanken (Vorjahr: 384 Millionen Euro). Die Auslandsquote lag bei 73 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent).

Der Jungheinrich-Konzern hat im 1. Quartal 2013 ein EBIT in Höhe von 36,0 Millionen Euro (Vorjahr: 40,8 Millionen Euro) erzielt. Die geringere Kapazitätsauslastung der Werke von Januar bis März 2013 konnte durch das stabile Wachstum bei den Miet- und Gebrauchtgeräten sowie im Kundendienst nicht vollständig kompensiert werden. Die Umsatzrendite erreichte 7,0 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern sank auf 21,9 Millionen Euro (Vorjahr: 25,4 Millionen Euro). Entsprechend ergab sich ein Ergebnis je Vorzugsaktie im 1. Quartal 2013 von 0,67 Euro (Vorjahr: 0,78 Euro).

Die Bilanzsumme des Jungheinrich-Konzerns war zum 31. März 2013 mit 2.754 Millionen Euro gegenüber dem Geschäftsjahresende 2012 nahezu konstant (31.12.2012: 2.759 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf 28,1 Prozent (31.12.2012: 27,3 Prozent). Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 25 Millionen Euro auf 379 Millionen Euro. Dabei schlugen sich die Erstkonsolidierung des Logistik-Softwarehauses ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH sowie die strategischen Investitionsprojekte zum Kapazitätsausbau nieder.

Für den weiteren Geschäftsverlauf des Jahres 2013 geht Jungheinrich von einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft aus. Vor diesem Hintergrund erwartet das Unternehmen eine stabile Entwicklung des weltweiten Marktvolumens für Flurförderzeuge mit Chancen auf ein leichtes Wachstum. Das Marktvolumen in Europa dürfte sich aus heutiger Sicht stabil entwickeln. In Asien sieht Jungheinrich Wachstumspotenziale, zudem dürfte sich die positive Entwicklung des nordamerikanischen Marktes weiter fortsetzen. Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG: „Unter der Annahme einer verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung mit moderaten Chancen im weiteren Jahresverlauf, einem stabilen Marktvolumen in Europa sowie auf Grundlage des seit Jahresbeginn sichtbaren Aufwärtstrends im Auftragseingang erwarten wir für unser Unternehmen Aufträge in einer Größenordnung zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz dürfte sich in einer ähnlichen Bandbreite bewegen. Für das EBIT bestätigen wir unsere Einschätzung von einem Wert zwischen 165 und 175 Millionen Euro.“ red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss