JadeWeserPort vs. Eurogate – Verhandlung im Oktober

Wilhelmshaven, 06.08.13 – Die Ausbesserungsarbeiten an der Kaie sind fertig, jetzt beginnt die juristische Aufarbeitung: Laut der „Wilhelmshavener Zeitung“ wird das Landgericht Oldenburg Ende Oktober beginnen zu klären, wer durch die Baumängel welche finanziellen Einbußen hatte – oder auch nicht.

Dass die Diskussion beziehungsweise die Entwicklung Züge trägt, die man „typisch deutsch“ nennen muss, ist die eine Sache. Die andere ist die, dass seit 5. August die Kaie auf der vollen Länge von 1725 Meter betriebsbereit ist und die Schäden durch die Schloßsprengungen (wir berichteten) komplett beseitigt sind. Der Hafen ist nun nach Meinung der Realisierungsgesellschaft des JadeWeserPorts fertig, Terminalbetreiber Eurogate sieht es anders und will unter anderem die Höhe der Hafengebühren gerichtlich klären lassen. Des weiteren berichtet der „NDR“, dass auch eine Klage der Realisierungsgesellschaft gegen Eurogate wegen fehlender Containerbrücken am laufen ist. Vertraglich sei Eurogate wohl verpflichtet, fünf weitere Brücken aufzustellen, dass das Unternehmen das nicht machen will, scheint angesichts der am Hafen eingeführten Kurzarbeit nachvollziehbar. Und auch die Kosten für die seeseitige Kranschiene, auf der die Brücken laufen, seien streitig laut NDR. Viel Arbeit für die Gerichte. ms

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