i+o baut Flightcatering-Anlage in Delhi

Heidelberg, 30.07. – Für die Oberoi Flight Services, einen der vier größten Flightcaterer in Indien, errichtet die i+o Industrieplanung + Organisation GmbH & Co. KG derzeit am Flughafen Indira Gandhi International (IGI) eine neue Flightcatering-Anlage.

Bereits im Februar 2011 soll die Anlage in Betrieb gehen. Beim Bau der neuen Flugküche ist die i+o nicht nur für die Konzeption des Gebäudekomplexes und der nachhaltigen Inhouse-Technik zuständig, sondern kümmert sich auch um die gesamte Bauausführung. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr ist für den Bau der Flightcatering-Anlage vorgesehen. Der Grund für den engen Zeitrahmen liegt im Ausbau des Flughafens IGI, wo Anfang Juli das Terminal 3 eingeweiht wurde. Das drittgrößte Passagierterminal der Welt soll künftig rund 40 Millionen Passagiere pro Jahr abwickeln. Die deutliche Erweiterung der Flughafenkapazitäten machte für Oberoi Flight Services einen Neubau seiner Cateringanlage notwendig. Rund 15.000 Mahlzeiten sollen in der neuen Flugküche täglich produziert werden.

„Bei den technischen Anforderungen im Inflight Catering gibt es einen stetigen Wandel, der immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt. Im Fall der Anlage am Flughafen IGI waren es vor allem die klimatischen Bedingungen, denn im Sommer steigen dort die Temperaturen leicht auf über 40 Grad Celsius“, verdeutlicht Tan Hang Seong, Managing Director am i+o Standort Singapur und verantwortlicher Projektleiter in Delhi.

Unter dem Motto „Form and function in concert“ ist der Gebäudekomplex so konzipiert, dass er perfekt dem Anspruch an eine hochmoderne, nachhaltige  und effiziente Cateringanlage genügt. So wird beispielsweise das Baumaterial aus lokalen Steinbrüchen bezogen. Auf dem Dach des künftigen Hauptgebäudes entsteht auf 4.000 Quadratmeter Fläche die größte Fotovoltaikanlage Indiens. Sie wird künftig nicht nur einen hohen Prozentsatz des benötigten Stroms erzeugen, sondern auch als Sonnenschutz für das Hauptgebäude dienen und dieses gleichzeitig kühlen. Für weiteren Schatten und Kühlung sorgen auch Hängepflanzen auf der Südseite. Zusätzlichen Hitzeschutz bietet eine rund 60 Zentimeter starke Betonmauer an der Westseite der Anlage, die tagsüber die Wärme speichert und diese nachts wieder an die Umgebung abgibt.

Eine weitere Innovation des nachhaltigen Konzepts ist die Errichtung eines Gartens auf dem Dach des Hauptgebäudes. Dort sollen landestypische Gewürze angebaut werden, die direkt für die Speisenzubereitung verwendet werden können. Der Garten ist Teil eines rund 2.100 Quadratmeter großen Grünbereichs, der das Gebäude zusätzlich kühlt. Die Bewässerung erfolgt durch eine Sprinkleranlage, die von einem großen unterirdischen Tank gespeist wird. Dieser fängt sowohl Regen- als auch Abwasser aus der Spülanlage auf und verwandelt dieses anschließend durch Filterung in nutzbares Brauchwasser. red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss