IAA Nutzfahrzeuge (5): Ford-Chef verbreitet Optimismus

Hannover, 29.09. – Ford-Chef Bernhard Mattes hat im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge ein positives Fazit der Nutzfahrzeug-Aktivitäten des Konzerns gezogen.

In den ersten acht Monaten des Jahres wurden 18.704 Ford-Nutzfahrzeuge in Deutschland verkauft, dies ist ein Plus von sechs Prozent. Erfolgreichstes Ford-Nutzfahrzeugmodell war der Transit mit 15.764 verkauften Einheiten. Entsprechend positiv habe sich auch der Marktanteil entwickelt: Er legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent auf aktuell 7,3 Prozent zu. „Ebenfalls erfreulich: Unsere Auftragseingänge im Nutzfahrzeugbereich liegen im bisherigen Jahresverlauf um 31 Prozent über Vorjahresniveau. Bezogen auf den August 2010 haben unsere Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 61 Prozent zugelegt“, erklärte Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, anlässlich der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

Ein weiterer Indikator für die sich belebende Nachfrage sei, dass das Ford Transit-Produktionsvolumen für den deutschen Markt vom Januar bis August gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf knapp 17.000 Einheiten gestiegen sei. Mattes betonte in diesem Zusammenhang, dass die Ford-Nutzfahrzeugsparte auch in Europa weiter an Bedeutung gewonnen habe: Im Europa der 22 Länder, also inklusive Rumänien, Russland und der Türkei, habe Ford in den ersten acht Monaten des Jahres 153.256 Nutzfahrzeuge verkauft und damit 6,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Mattes: „Ein beachtlicher Erfolg in diesen für alle Hersteller schwierigen Zeiten.“.

Der Ford-Deutschland Chef äußerte sich in diesem Zusammenhang auch zu den Plänen der EU-Kommission, in zwei Stufen CO2-Grenzwerte für leichte Nutzfahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen einzuführen. Ford sperre sich nicht gegen die Einführung von CO2-Zielwerten, so Mattes. „Allerdings wünschen wir uns zum einen mehr Zeit für die Erreichung der ersten Stufe von 175 Gramm, die für 2016 geplant ist. Vor allem angesichts der im Vergleich zum Pkw-Bereich deutlich längeren Produktzyklen im Nutzfahrzeugsegment wäre eine frühestens ab 2015 beginnende, und bis zum Jahr 2018 reichende Übergangszeit das richtige Signal“, so Mattes.

Zum anderen sei der von der EU-Kommission für das Jahr 2020 angestrebte CO2-Grenzwert von 135 Gramm zu ambitioniert angesichts der bis dahin noch zur Verfügung stehenden Zeit und angesichts des damit verbundenen hohen Investitionsaufwandes, der in wirtschaftlich rauen Zeiten sowohl auf die Automobilbranche als auch auf die gewerblichen Kunden zukäme. „Wir plädieren daher für einen Grenzwert von 160 Gramm für 2020“, so der Ford Deutschland-Chef. Mattes verwies außerdem darauf, dass bislang auch noch etliche Detailfragen ungelöst seien.

Unter dem Motto „Vielfalt und Nachhaltigkeit“ präsentiert Ford auf der IAA Nutzfahrzeuge einen repräsentativen Querschnitt durch sein Produktprogramm (Halle 12) – vom Ford Transit über den Ford Transit Connect bis zum Pickup-Modell Ford Ranger. Einer der Ford-Stars auf der Messe ist der batterieelektrische Ford Transit Connect Electric, der kommendes Jahr in Europa – und damit auch in Deutschland – auf den Markt kommen wird. Ein weiterer Schwerpunkt sind die zahlreichen Ford Transit-Umbauten, mit denen die Vielseitigkeit des Basisfahrzeugs demonstriert wird – vom Feuerwehrauto bis zum Seitenkipper, vom Taxi bis zum Glastransporter mit spezieller Luftfederung. Ford ist zusammen mit der Firma Hegla in diesem Segment mit einem Anteil von rund 40 Prozent Marktführer in Deutschland in diesem Jahr. red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss