Frühwarnsystem für verbesserte Prozesse in der Frachtenlogistik

Wien, 06.08.2018 – Mit seinem Team am  Institut für Information Business an der Wirtschaftsuniversität Wien hat Claudio di Ciccio ein Früherkennungssystem entwickelt, das Logistikunternehmen früher über die Abänderung von Flugrouten informieren soll. Neben den massiven Kosten die in der Frachtelogistik durch Flugverspätungen beziehungsweise Flugänderungen entstehen können, schadet dies auch der Umwelt.

Nicht selten kommt es vor, dass Lastkraftwägen zur Entgegennahme von Containern am falschen Flughafen warten und dann umgeleitet werden müssen. Das neu entwickelte Früherkennungssystem soll Logistikunternehmen schneller über Abänderungen von Flugrouten informieren. So sollen unnötige Wegstrecken von LKWs künftig vermieden und die CO2-Emission in Europa um 6,5 Millionen Tonnen gesenkt werden. Besonder problematisch für Logistikunternehmen ist es, wenn Frachtenflugzeuge beispielsweise aufgrund von extremen Wetterbedingungen kurzfristig umgeleitet werden müssen und ihre LKWs umsonst am ursprünglich geplanten Flughafen stehen.

Di Ciccio erläutert die Vorteile des Systems:

„Erstens können CO2-Emissionen effizient reduziert werden, weil unnötige Wegstrecken und leere Meilen minimiert werde. Zum Zweiten sinkt dadurch der Kraftstoffverbrauch der LKWs und auch die Transportzeiten werden verkürzt– beides Faktoren, die wiederum Kosten für Unternehmen sparen.“

Für ihre Arbeit nutzten Di Ciccio und sein Team öffentlich verfügbare Daten, wie die aktuelle Flugzeugposition, Geschwindigkeit, Flughöhe, Zeitstempel und vieles mehr. Anhand dieser entwickelten sie einen selbstlernenden Algorithmus und „trainierten“ diesen mit weltweiten Flugdaten. mm

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