Fracht auf der Schiene legt um knapp 17 Prozent zu

Wiesbaden, 29.11. – Auf dem deutschen Schienennetz transportierten Güterzüge von Januar bis September 2010 insgesamt 264,2 Millionen Tonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 16,7 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2009. Damals gab es durch die Finanz- und Wirtschaftskrise einen Tonnage-Einbruch von 20,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 226,4 Millionen Tonnen. Der bisherige Höchststand der ersten drei Quartale im Jahr 2008 von 284,1 Millionen Tonnen konnte mit dem aktuellen Zuwachs noch nicht wieder erreicht werden.

Bei der Betrachtung der Hauptverkehrsbeziehungen zeigt sich, dass in den ersten drei Quartalen 2010 – abgesehen vom Durchgangsverkehr von Ausland zu Ausland – alle Teilbereiche zweistellige Zuwachsraten aufwiesen. Das aufkommensstärkste Segment, der innerdeutsche Verkehr legte um 17,5 Prozent zu, der Empfang aus dem Ausland um 21,9 Prozent und die Lieferungen in das Ausland um 10,3 Prozent. Der Durchgangsverkehr von Ausland zu Ausland erreichte hingegen nur einen Zuwachs von 9,3 Prozent.

Wachstumsmotor war insbesondere die durch die Stahlindustrie generierte Transportnachfrage: So erhöhte sich für Eisen und Nichteisen-Metalle das Güteraufkommen um nahezu die Hälfte (47,4 Prozent). Die Transportmenge von Erzen und Metallabfällen stieg um 30,1 Prozent. Diese beiden Produktgruppen hatten allerdings von Januar bis September 2009 im Zuge der Krise mit minus 40,0 Prozent für Eisen und Nichteisen-Metalle sowie -minus35,1 Prozent für Erze und Metallabfälle von allen Güterabteilungen die höchsten Tonnageverluste im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. red

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