Fachkonferenz Eisenbahnverkehr gestartet

Enak Ferlemann bei der Eisenbahn-Konferenz. (Foto: Schrüfer)

Hamburg, 25.08. – Claudia Roller, Vorstand Hafen Hamburg Marketing, hat heute vormittag die Fachkonferenz „Hamburg: Europas Hub im Eisenbahngüterverkehr“ eröffnet. Als einer der ersten Redner stellte Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann die Prioritäten des Ministeriums vor.

Attraktives Ambiente der Konferenz: Der Saal Elbkuppel im Hotel Hafen Hamburg. (Foto: Schrüfer)

Zur Konferenz hatte der Hafen Hamburg Marketing e.V. eingeladen. Claudia Roller verwies in den einleitenden Worten der Veranstaltung, die zur Stunde in der Elbkuppel des Hotels Hafen Hamburg stattfindet, auf die Rolle Hamburgs im Güterverkehr: „Hamburg ist der Eisenbahnhafen in Europa“, täglich würden mehr als 200 Güterzüge abgefertigt. Konkret erwarte sie von der Konferenz, die rund 180 Teilnehmer verzeichnet, dass sie auch „zeige, wie es weiter geht“.

Dr. Stephan Hugo Winters, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, bekannte sich im Anschluss klar für die Y-Trasse, schränkte aber ein, dass diese „nicht morgen und auch nicht übermorgen kommen wird“, sondern dass flankierend zusätzliche Maßnahmen wie die Seehafenhinterland-Anbindung getroffen werden müssen.

Enak Ferlemann bei der Eisenbahn-Konferenz. (Foto: Schrüfer)

Enak Ferlemann fasste als dritter Redner des Vormittags in einem unterhaltsamen wie prägnanten Par-Force-Ritt die Ziele des Aktionsplans des Verkehsministeriums zusammen. Angefangen vom Hinweis auf die generelle Bedeutung von Logistik und Transport für Deutschland („Lebensnerven der Wirtschaft“) über die Verkehrsprognosen für 2020 konzentrierte sich Enak Ferlemann auf die See- und Flussthemen. So verwies er darauf, dass der Schwerpunkt der Investionen der kommenden Jahre in die Hafenanbindung fließen werde – „und das unter einem bayerischen Verkehrsministers“, meinte der Staatssekretär scherzhaft.

Zu den drei konkreten Projekten Weser-, Elbe-Ausbau und dem Nordostseekanal kündigte Ferlemann an, dass der Planfeststellungsbeschluss für die Weser noch im Herbst vorliegen solle, der Ausbau könne dann 2011 beginnen. Für die Elbe ist die Auslegung der dritten ergänzenden Pläne abschlossen, mitlerweile. Anfang 2011 soll der Entwurf für den Planfeststellungsbeschluss folgen. Am Nordostseekanal diskutiere man aktuell den Bau einer dritten Schleuse bie Brunsbüttel, der Vertiefung des Kanals um einen Meter und der Beseitigung von Kurven.

Die Y-Trasse hatte Ferlemann abschließend auch auf dem Themenplan, sie würde aber nur an Rang vier eines abgestuften Vorgehens stehen. Zunächst müsste das bestehende Netz ertüchtigt, dann auch die privaten Bahnen auf das Thema Güterverkehr angesprochen werden. Drittens folge der Ausbau des bestehenden Netzes (beispielsweise Wilhemshaven – Oldenburg). Und dann sei die Y-Trasse dran, falls diese dann noch benötigt werde. Die Planung würde jedenfalls jetzt bereits beginnen, da diese rund fünf Jahre in Anspruch nehmen werde. ms

Die Konferenz wird bis zum Abend unter anderem mit dem Themenblock „Die Bahn als Partner in globalen Transportketten“ fortgesetzt.

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss