EBS-Chef Christopher Jahns verhaftet, Hochschule durchsucht

Frankfurt, 04.04. – Die Gerüchte um mögliche Untreue-Vorwürfe gegen Prof. Dr. Christopher Jahns, Präsident der European Business School und Vorstandsmitglied der BVL, erhalten neue Nahrung: Am 4. April wurden unter anderem Räume der EBS durchsucht und Jahns verhaftet. Der Haftbefehl gegen Christopher Jahns wurde wegen des dringenden Verdachts der Untreue vollstreckt und Jahns einem Haftrichter vorgeführt, der dann noch am selben Tag die Haft gegen Auflagen außer Vollzug setzte. Dennoch dürfte der Umstand, dass der Präsident einer Eliteschule festgenommen wird, reichlich selten vorkommen. Jahns wird laut „Spiegel Online“ vorgeworfen, öffentliche Gelder (für die EBS) auf der einen Seite und sein eigenes privatwirtschaftliches Engagement (unter anderem als Verwaltungsrat in zahlreichen Unternehmen der BrainNet-Gruppe) nicht richtig getrennt, sprich beides miteinander verflochten zu haben. Die „FAZ“ geht noch einen Schritt mehr ins Detail und spricht von 180.000 Euro, die zu Lasten der Hochschule in seine Unternehmen geflossen sollen sein. Jahns hat seit Mitte März sein Amt als Präsident der EBS ruhen lassen. Die BVL hat sich zu dem Vorfall, der eines ihrer Vorstandsmitglieder betrifft, bislang noch nicht geäußert und will dies auf Anfrage von LT-manager erst dann tun, „wenn die Faktenlage klar ist“. ms
Über Martin Schrüfer 1198 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss