DLK: Verkehrsminister Ramsauer sprach

Berlin, 21.10. – Das Highlight am ersten Tag des Deutschen Logistik-Kongresses: Ein Besuch von Verkehrsminister Karl Ramsauer (CSU) inklusive einer Rede.Klinkner drückte seine Freude über den hohen Besuch aus: „Dass Sie bereits beim ersten Kongress seit Ihrem Amtsantritt hier sind, freut uns sehr“ begrüßte er den Minister.

Dieser lies sich dann nicht lange bitten und machte mit den mehreren hundert Zuhörern eine Weltreise durch die Logistik. Angefangen mit einem Bericht von seinem Besuch in der Mongolei und in China („die Kontinenten müssen zusammenrücken“) und des Ministers Forderung, die Transportzeit eines Güterzugs für diese Strecke auf fünf Tage zu reduzieren (was angesichts der Distanz von rund 11.000 Kilometern ein wahrlich sportliches Unterfangen ist) ging die Reise nach Deutschland. Hier hagelte es erst einmal Lob für die anwesenden Logistik-Profis: Mit Mut, hervorragend ausgebildeten Fachleuten und „einigermaßen vernünftigen politischen Führungsentscheidungen“ habe sich Deutschland an der Spitze der weltweiten Logistikkompetenz behaupten können. Dies werde auch so bleiben, denn „arbeiten wir nachhaltig an unseren Erfolgsvorausetzungen, wird er uns auch erhalten bleiben“.


Konkret war das Datum, das der Minister für die Veröffentlichung des Aktionsplans Güterverkehr und Logistik nannte: Am 22. November wird der Tag des Herrn sein, der Plan sei ein „Musterbeispiel für die Zusammenarbeit mit den Verbänden“.

Themen, die Karl Ramsauer auch noch im Schnelldurchgang abarbeitete, waren ferner ÖPPs („zukunftsweisend“), Mauterstreckung („dessen Mittel gehen direkt aus der Straße wieder in die Straße“), die Hinterland-Hafenanbindung, Y-Trasse, Führerschein mit 17 („gute Sache“), Lang-Lkws („bin ich dafür“), Luftfracht („ja“) und Stuttgart 21: „Man kann nicht gegen alles sein. Wenn man von Straße weg und Flüge reduzieren will, muss man Bahnhöfe ausbauen. Man muss auch mal für etwas sein.“. Deutschland dürfe nicht nur das Land der Ideen sein, sondern auch das Land des Umsetzens. Mit einem „zuverlässigen Partner“, als den sich Verkehrsminister Ramsauer am Ende des Vortrags selbst bezeichnete. ms

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