DLK: CeMAT und transport logistic vermarkten gemeinsam

V.l.: Andreas Gruchow, Eugen Egetenmeir, Thomas Wimmer. Foto: LT-manager, Copyright.

Berlin, 22.10. – Im Fokus steht das Messepublikum aus Übersee: Die selbsttitulierten Weltlleitmessen CeMAT und transport logistic haben sich zur gemeinsamen Vermarktung im Ausland entschieden – mit dem Ziel, dass ausländische Interessenten künftig beide Messen besuchen.Begünstigt wird die Aktion von der zeitlichen Nähe zwischen den beiden für 2011 geplanten Messen (warum diese Nähe besteht, wird in der Branche immer noch diskutiert): Die CeMAT wird vom 2. bis 6. Mai in Hannover über die Bühne gehen, die transport logistic von 10. bis 13. Mai. Dazwischen liegen ein Wochenende (7. und 8. Mai) und ein Werktag. Um diese drei Tage will sich die Bundesvereinigung Logistic kümmern, wie Thomas Wimmer während einer Pressekonferenz der drei Beteiligten während dem Deutschen Logistik-Kongress bekannt gab. Geplant sei ein Rahmenprogramm mit Werksbesichtigungen und Vorträgen, um den angereisten Ausländern einen möglichst attraktiven Grund zu bieten, das Ticket für die Reise gleich von 2. bis 13. Mai ausstellen zu lassen.

Dr. Andreas Gruchow, für die CeMAT verantwortlich, betonte, dass man 2011 mit einer Überseereise gleich zwei Weltleitmessen besuchen könne. Man erwarte in Hannover rund 60.000 Besucher, 1100 Aussteller und eine belegte Fläche von mehr als 80.000 Quadratmetern. 2005 seien 48.000 Besucher gekommen, 2008 bereits 58.000 Messebesucher.

Gruchows Pendant bei der transport logistic, Eugen Egetenmeir, verkündete für seine Münchner Messe den Zuwachs auf neun Hallen (eine mehr als 2009), mehr als 1800 Aussteller und die Rückkehr von Branchengrößen wie GEFCO und TNT. Auch die Riege der Nutzfahrzeughersteller sei 2011 wieder komplett vertreten. „Aus der unglücklichen Situation der zeitlichen Nähe wird jetzt eine glückliche Situation“, gab sich Egentenmeir pragmatisch. Die transport logistic warte zudem 2011 mit einigen Neuerungen auf, so gebe es beispielsweise künftig Print-at-home-Tickets, eine App für’s iPhone, Webinare für Aussteller und mehr Infos auf der Website der Messe. Thomas Wimmer von der BVL betonte, dass die Organisation des Zwischenprogramms ein „Non-Profit-Modell“ sei, mit dem man kein Geld verdienen wolle. Und der LT-manager ist gespannt, wie sich das Angebot ausgestalten und wie groß die Nachfrage danach sein wird. ms

Über Martin Schrüfer 1198 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss