Bundesforschungsministerin Wanka besucht Fraunhofer IML

Dortmund, 12.09.2017 – Was können die Drohnen der Zukunft und wie lassen sich Arbeitsbedingungen durch künstliche Intelligenz verbessern? Zwei Start-ups des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML und Stippvisiten im Virtual-Reality-Lab des Instituts und einem neuen Forschungszentrum der Technischen Universität Dortmund standen beim Besuch der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, und MdB Steffen Kanitz ganz oben auf der Agenda.

Im Austausch mit Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, informiert sich Bundesforschungsministerin Johanna Wanka regelmäßig über aktuelle Themen aus der Dortmunder Forschungshochburg, wo das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Jahren zahlreiche Projekte unterstützt. Nun reiste die Ministerin ins Ruhrgebiet, um sich direkt vor Ort ein Bild vom Stand der Logistikforschung zu verschaffen. Besonderes Interesse galt dabei den zwei Gründungsinitiativen »MotionMiners« und »doks. innovation«.

Während sich »doks. innovation« mit der Weiterentwicklung von Drohnentechnologie beschäftigt, hat »MotionMiners« ein Verfahren zur automatischen Prozessanalyse entwickelt, das die Arbeitsbedingungen von Mitarbeitern in Unternehmen verbessert. Erst kürzlich hatte die Initiative »MotionMiners« den Zuschlag für den »EXIST-Forschungstransfer« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erhalten. Das Förderprogramm unterstützt herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben, die mit aufwendigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind. Ziel ist es, das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern.

»Dortmund ist dank der Unterstützung des BMBFs der Top-Standort für die Logistikforschung und ein Innovationsraum von europäischem Rang. Wir wissen, wie Strukturwandel funktioniert. Das gilt für den digitalen Wandel in der Logistik genauso wie für die klassischen Industrien. So ist ein bemerkenswerter Innovationsstandort für Startups entstanden, die den anpackenden und weltoffenen Konsens zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in unserer Region sehr zu schätzen wissen«, betont ten Hompel.

»Erfolgreiche Gründungsinitiativen sind eine Bestätigung unserer Forschungsprogramme und untermauern, wie wichtig die angewandte Logistikforschung für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist«, erklärte Bundesforschungsministerin Wanka im Rahmen ihres Besuchs.

Wanka informierte sich zudem über den Stand der Grundlagenforschung im »Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik«, einem vom BMBF mit zehn Millionen Euro geförderten gemeinsamen Projekt des Fraunhofer IML und der Technischen Universität Dortmund. In dem Labor werden Technologien für die Zusammenarbeit von Menschen und Technik in Logistikberufen erforscht. Eine Besonderheit ist seine Zweiteilung in ein Forschungs- und ein Anwendungszentrum. Die Wissenschaftler des Forschungszentrums gaben einen Einblick, wie neueste Technologien in der Logistik von morgen zusammenwirken und so den Arbeitsplatz der Zukunft prägen – von autonomen Fahrzeugen über Laserprojektionen und der Erfassung von Bewegungsdaten via Motion-Capture-Technologie bis zum Drohnenschwarm. Die einzigartige Forschungsinitiative soll die digitale Vorreiterrolle des Standorts Dortmund in Dienstleistung und Logistik weiter stärken. »Ich freue mich, dass Frau Ministerin Wanka meiner Einladung nach Dortmund gefolgt ist. Das Fraunhofer IML unter Leitung von Prof. ten Hompel ist ein herausragendes Beispiel für den Forschungsstandort Dortmund und darüber hinaus«, so MdB Kanitz. red

Über Martin Schrüfer 1245 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss

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